„Alle wesentlichen Entwicklungen finden heutzutage mobil statt“
Am 25. Juni 2015 lud die WESTbahn zu einer Pressekonferenz am Wiener Westbahnhof, um die neue Bezahl-App WESTpay vorzustellen. www.etailment.at war vor Ort und berichtet von der Pressekonferenz.
Vor Ort präsentierten Severin Burgstaller (IT-Softwareentwicklung WESTbahn Management), Erich Forster (Vorstand Rail-Holding und CEO WESTbahn Management) und Christian Pettauer (Leiter IT WESTbahn Management) die neue App WESTpay und stellten sich den Fragen der anwesenden Pressevertreter.
Bei der Pressekonferenz vor Ort (v.l.n.r.): Severin Burgstaller (IT-Softwareentwicklung Westbahn Management), Erich Forster (Vorstand Rail-Holding und CEO Westbahn Management) und Christian Pettauer (Leiter IT Westbahn Management). (Foto: Redaktion)
„Für uns ist die App ein wichtiger Schritt in Richtung modernes Ticketing“, sagte Forster gleich zu Beginn. Burgstaller war für die Programmierung der App zuständig. Laut Forster gibt es ein Plus von 13 Prozent beim Ticket-Umsatz der WESTbahn gegenüber dem Vorjahr. „Dies ist ein starker Vertrauensbonus von Kundenseite“, wie Forster erklärte. Einer Umfrage der Westbahn nach haben 32 Prozent der Kunden dieses Jahr angegeben, dass sich die WESTbahn im vergangenen Jahr verbessert hat, 62 Prozent halten das Service gleichwertig gegenüber dem Vorjahr und sechs Prozent meinen, dass sich die WESTbahn verschlechtert hat. Forster kommentierte die Ergebnisse: „Die sechs Prozent schmerzen natürlich. Doch für einen Newcomer am Markt sind die 32 Prozent positiver Rückmeldungen ein wesentliches Zeichen.“ 96,9 Prozent der Züge kamen 2014 pünktlich – im laufenden Jahr 2015 liegt die Quote sogar bei 97 Prozent. Die ÖBB kann diese Marke laut Forster nicht erreichen. „Unsere Kunden schätzen diese Verlässlichkeit.“
Die Zukunft ist mobil
„Die Entwicklung der Zukunft spielt sich am Mobilgerät an“, ist sich Forster sicher. „Alle wesentlichen Entwicklungen finden heutzutage mobil statt. Diese Entwicklung unterstützen wir mit WESTpay.“ Mittels QR-Code kann der Ticketkauf einfach vonstatten gehen. Die Rabatte, die es online gibt, können auch mit der App genutzt werden. „Die Qualität der Internetverbindung ist mit WESTpay immer garantiert“, sagte Forster. Auch offline, etwa in Tunnels, wird der Zahlungsvorgang weitergeführt und bei erneuter Verbindung nachgeholt.
Ticketkauf in wenigen Sekunden
Die Ticketabwicklung wurde auch vor Ort und in einem der Züge nochmals demonstriert. Nach einer Anmeldung von wenigen Minuten ist es danach mittels weniger Klicks möglich, ein Ticket über die App zu erstehen. Pettauer erklärte den Vorgang: „Zuerst muss eine Registrierung für WESTpay erfolgen.“ Bestehende WESTbahn-Kunden müssen diese nicht erneut durchführen und loggen sich mit den bestehenden Daten einfach ein. Beim Einrichten der App muss jedoch ein Potraitfoto hochgeladen werden, wie Burgstaller erklärte. „Selfie uploaden und schon kann die App genutzt werden“, so Forster. Wird dies nicht gemacht, muss der User bei jedem Kauf im Zug einen Lichtbildausweis vorweisen. „Somit können wir für Sicherheit beim Ticketkauf sorgen“, sagte Burgstaller. Abschließend wird eine Zahlungsart festgelegt.
Durch Scannen des QR-Codes am Bahnhof kann ein Ticket mit WESTpay einfach und schnell generiert werden. (Foto: Redaktion)
Das Ticket kann nun mittels Scannen des QR-Codes, der die gewünschte Fahrtstrecke anzeigt, generiert werden. Die QR-Codes sind auf den Bahnhöfen der WESTbahn oder den Zügen selbst verfügbar. Alternativ können Abfahrts- und Ankunftsort auch manuell eingegeben werden. Im Zug wird der Code dann durch den Steward oder die Stewardess gescannt, der User wird überprüft. „Durch dieses Scannen verkauft die zuständige Person im Zug dem Kunden das Ticket und händigt es diesem ausgedruckt aus“, führte Burgstaller aus. Und weiter: „Wir holen uns das Geld erst, wenn der Kunde das Ticket bekommen hat. Dies bietet dem Kunden die größte Convenience.“
App In House entwickelt
Burgstaller: „Wir haben die App von der Idee bis zur Produktion In House entwickelt. Natürlich gab es Partner: Kalixa half bei den Zahlungen, Gekko beim Ticketing und Ovos hinsichtlich dem Webshop. Selbst wenn der QR-Code kopiert wird, kann er nicht missbraucht werden. Der Kunde ist mit dem QR-Code ausgewiesen. Das ermöglicht uns, eine schnelle Transaktion zu garantieren.“
Hilfestellung für den Kunden in der Anfangsphase
„Der entscheidende Punkt ist, dass wir hier neue Wege gehen und diese auch kontrollieren“, so Forster. Die App spart laut Forster ebenfalls Zeit, somit kann man sich dem Kunden noch intensiver durch Betreuungsmöglichkeiten widmen.
Den Kunden möchte man an die App heranführen, so Forster, auch vor Ort im Zug. „Beim ersten Mal werden wir helfen. Wir werden auch mit Promotoren in den Zügen arbeiten. In Europa werden Sie keine Anwendung finden, die so schnell das Ticketing abwickelt“, wie Forster abschließend zu verstehen gab.





