E-Commerce-Report Schweiz: Anteil am Umsatz über Mobile wächst
Eine Umfrage des Zahlungsverarbeiters Datatrans und der Fachhochschule Nordwestschweiz legt mit dem E-Commerce-Report eine Studie zum E-Commerce in der Schweiz vor. Befragt wurden 34 marktprägende Online-Anbieter von Konsumgütern und Dienstleistungen mit Sitz in der Schweiz über Entwicklungen und Erwartungen im E-Commerce.
Wie eine Blitzumfrage des E-Commerce-Report Schweiz zeigt, wird bei unseren westlichen Nachbarn auch 2014 der Anteil des E-Commerce in den meisten Branchen wachsen. Dies bringt auch deutliche Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft mit sich. Zwar kommt es zu einer Abschwächung des Wachstums, dennoch wird auch im kommenden Jahr ein Anstieg prognostiziert.
Die Umfrage wurde vom Online-Zahlungsverarbeiter Datatrans und der Fachhochschule Nordwestschweiz durchgeführt. An der Online-Umfrage waren 34 marktprägende Online-Anbieter von Konsumgütern und Dienstleistungen mit Sitz in der Schweiz beteiligt. Je nach Branche unterscheiden sich die Erwartungen an das kommende Jahr. So gab es dieses Jahr erstmals jeweils einen Anbieter aus der Mode- und Reisebranche, der die Entwicklung des E-Commerce schwächer als die Entwicklung der Gesamtbranche einschätzt. Drei Viertel der Befragten erwarten sich vom Jahr 2015, dass der Marktanteil ihrer Branche am E-Commerce weiter steigen wird.
Mobiler Umsatzanteil wächst
Stark steigt auch der Anteil am Umsatz, der über mobile Geräte generiert wird, dies sieht man auch an den Vergleichszahlen von 2012 und 2013: Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer gaben damals an, dass der Umsatzanteil von mobilen Endgeräten im Jahr 2013 bereits bei mehr als 20 Prozent liegt. Sieben der 34 Studienteilnehmer konnten einen Mobile-Anteil ausweisen, der bereits bei mehr als 30 Prozent liegt. Vier Unternehmen haben mobil einen Umsatzanteil, der 40 Prozent-Marke überschreitet und ein Studienteilnehmer gab sogar an, dass die Rate hier bei mehr als 50 Prozent liege. Außerdem geben im E-Commerce-Report 28 der 34 Befragten an, 2014 die Unterstützung mobiler Geräte ausbauen zu wollen.
Hoher Kaufkraftabfluss ins Ausland
Da die Schweiz nicht unbedingt als günstiger Ausgangspunkt für ambitionierte Neugründungen gilt, werden ausländische Wettbewerber als starke Treiber für die Entwicklung des E-Commerce im Land angesehen.
Jeder zweite Befragte “stimmt voll zu”, dass ausländische E-Commerce-Anbieter wichtige Treiber für den Schweizer Online-Handel sind. (Quelle: E-Commerce-Report Schweiz 2014)
Der Kaufkraftabfluss ins Ausland ist im E-Commerce in der Schweiz mit 20 Prozent doppelt so hoch wie beim Gesamtkonsum. Die Befragten sehen vor allem zwei Gründe für die hohe Rate beim Kaufkraftabfluss: Einerseits die niedrigen Kosten beim Artikelpreis, Währungsvorteil und dem Mehwertsteuervorteil und andererseits die Fülle an ausländischem Angebot vor allem an in der Schweiz nicht erhältlichen Waren. Die Beurteilung fällt aber nach Branche unterschiedlich aus. 12 von 34 Teilnehmern geben an, dass ausländische Unternehmen in ihrer Branche keine oder nur eine geringe Rolle spielen. Dies war vor allem in den Branchen Lebensmitteln, Unterhaltungselektronik, Bahnfahrkarten oder Veranstaltungstickets der Fall. Als Erfolgsfaktoren ausländischer Anbieter sehen Schweizer Unternehmen vor allem Größenvorteile, die Haltung der Kapitalgeber und hohen Werbedruck.
Unter diesem Link können Sie die gesamte Studie downloaden.




