nach oben

Austrian Internet Monitor: 62 Prozent der Österreicher haben schon einmal online geshoppt

Gepostet in Studien8 Monate alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Im vergangenen Jahr kam es zu einer Steigerung der Online-Shopping-Affinität der Österreicher, so die Austrian Internet Monitor-Consumer-Studie von Integral. Neben einer stärkeren Nutzung mobiler Geräte beim Online-Einkauf sieht die Untersuchung große Player als Gewinner: Trotz negativer Schlagzeilen punktet etwa Amazon beim Kunden durch Bequemlichkeit und der Angebotsbreite.

62 Prozent der Österreicher haben schon einmal über das Netz Produkte oder Dienstleistungen bestellt. Rechnet man jene hinzu, die ausschließlich Online-Buchungen oder kostenpflichtige Downloads beziehungsweise Online-Inhalte beansprucht haben, so sind es sogar 66 Prozent, die schon einmal online eingekauft haben. In den vergangenen drei Monaten haben 56 Prozent der österreichischen Bevölkerung ab 14 Jahren online eingekauft – dies sind um fünf Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Diese Ergebnisse bringt die Austrian Internet Monitor-Consumer-Studie, die von Integral Markt- und Meinungsforschung mittels Telefoninterviews erhoben wurde. Befragt wurden Österreicher ab 14 Jahren.

Affinität abhängig von Alter und formaler Bildung

Veränderungen bemerkt die Untersuchung bei der Nutzung von Geräten beim Online-Shopping im vergangenen Jahr: So gewinnen Smartphones und Tablets an Bedeutung, während der Laptop weniger stark für Einkäufe genutzt wird.

Große Durchdringung beim Online-Shopping herrscht in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen vor: Mit 95 Prozent kaufen hier nahezu alle Befragten dieser Altersgruppe online ein. Bei den 30- bis 39-Jährigen ist der Anteil mit 85 Prozent noch immer hoch. 81 Prozent der 40- bis 49-jährigen Österreicher haben im vergangenen Jahr im Internet eingekauft. Bei der Personengruppe über 70 Jahren beträgt die Quote jedoch nur mehr 22 Prozent.

Die Affinität zum Online-Shoppen hängt aber nicht nur vom Alter ab, sondern auch von der formalen Bildung, so die Studie von Integral. Während nur 58 Prozent der Nicht-Maturanten schon elektronisch geshoppt haben, sind dies unter den Höhergebildeten 85 Prozent.

Die durchschnittlichen Ausgaben der Käuferschaft im vergangenen Quartal liegen bei 450 Euro. Entgegen landläufiger Meinungen sind Männer ausgabefreudiger als Frauen. Besonders spendabel ist auch die Gruppe der 50- bis 59-jährigen Österreicher.

Amazon punktet bei der Bequemlichkeit und dem Angebot

Als Gewinner sieht die Studie von Integral große Player wie Amazon. Trotz der Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen und Steuerfreiheit punktet Amazon bei Kunden, wenn es um Faktoren wie Bequemlichkeit und Angebotsbreite geht. „Die Medienberichterstattung bringt in diesem Zusammenhang viele Menschen zum Nachdenken. Geht es jedoch um Bequemlichkeit oder Angebotsbreite, sind derartige Bedenken schnell vom Tisch und der Bestellbutton wird gedrückt. Weiters wird der Kauf bei Amazon als risikolos betrachtet, während kleineren Anbietern oft Misstrauen entgegen gebracht wird“, so Bertram Barth, Geschäftsführer von Integral.

Die Ergebnisse der Studie werden in einer Infografik nochmals veranschaulicht:

(Infografik: Integral)

(Infografik: Integral)

TAGS: , ,

Antwort hinterlassen