Bitkom-Studie: Viele Unternehmen passen ihre Angebote infolge des digitalen Wandels an
Der Digitalverband Bitkom hat eine repräsentative Umfrage unter 507 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Studie wurden während der CeBIT 2016 in Hannover vorgestellt. Diese zeigen, dass 40 Prozent der Unternehmen infolge der Digitalisierung bereits neue Produkte oder Dienste auf den Markt gebracht und 57 Prozent bestehende Angebote angepasst haben. Jedoch musste auch jedes achte Unternehmen wegen des digitalen Wandels Waren oder Dienstleistungen vom Markt nehmen.
Vier von zehn Unternehmen (40 Prozent) haben infolge der Digitalisierung bereits neue Produkte oder Dienste auf den Markt gebracht und 57 Prozent bestehende Angebote angepasst. (Foto: Bitkom Research)
Immer mehr Unternehmen geben an, dass sich infolge der Digitalisierung ihr Geschäftsmodell verändert haben. Der Bitkom schlägt die Schaffung von „Digital Hubs“ für die Leitbranchen der deutschen Wirtschaft vor. In diesen Hubs sollen die Flaggschiffe der deutschen Wirtschaft zusammen mit Mittelständlern, Start-ups, IT-Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein digitales Ökosystem bilden. Thorsten Dirks, Bitkom-Präsident, verdeutlicht: „Wir müssen unsere Kräfte bündeln und digitale Schwerpunkte mit internationaler Strahlkraft schaffen. Es genügt nicht, nur zu vernetzen, was schon da ist. Wir brauchen einen Neuanfang in der Innovationspolitik, um zu den weltweit führenden Standorten der digitalen Wirtschaft aufschließen zu können.“
Der Bitkom schlägt die Schaffung von „Digital Hubs“ für die Leitbranchen der deutschen Wirtschaft vor. (Foto: Bitkom Research)
Weiters zeigt die Studie, dass die Digitalisierung direkte Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation in der Wirtschaft hat. 87 Prozent der befragten Unternehmen meinen, dass sie mehr Mitarbeiter mit Digitalkompetenzen benötigen. Damit sind vor allem spezielle Kenntnisse für die jeweiligen Arbeitsfelder, von betriebswirtschaftlichen Anwendungen für Controlling, Marketing oder Finanzen über CAD-Programme für Ingenieure oder Content Managementsysteme für die Pflege von Webseiten gemeint. „Unternehmen müssen die Digitalkompetenz ihrer gesamten Organisation stärken“, so Dirks. Gut ein Viertel hat noch immer keine Digitalstrategie. Bei 27 Prozent gibt es derzeit zumindest in einzelnen Unternehmensbereichen Strategien für den Einsatz digitaler Technologien (Vorjahr: 24 Prozent). Dagegen verfügen 43 Prozent über eine zentrale Strategie, die verschiedene Aspekte der Digitalisierung berücksichtigt und vom Top-Management getrieben wird. Die Studie zeigt zwar, dass viele Unternehmen unzureichend auf den digitalen Wandel vorbereitet sind, trotzdem betrachten 88 Prozent der Befragten die Digitalisierung als Chance für ihr Unternehmen. Lediglich drei Prozent meinen, dass die Digitalisierung gar keinen Einfluss auf ihr Unternehmen hat.
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