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Markenwertstudie BrandZ: Alibaba wertvollste Retail-Marke vor Amazon

Gepostet in Player, Studien1 Jahr alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Die Studie reiht Apple als wertvollste Marke auf Platz 1. Mit der Top-Platzierung verdrängt Apple den Vorjahresersten Google auf Platz 2. Der Online-Marktplatz Alibaba landet auf Platz 13 und überholt damit Amazon, das im Ranking der 100 wertvollsten Marken von Millward Brown um vier Plätze abrutscht.

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Screenshot: Studie BrandZ Top 100/Millward Brown

In der diesjährigen Markenwertstudie BrandZ des internationalen Marketing- und Marktforschungsunternehmens Millward Brown weist Apple als wertvollstes Unternehmen weltweit einen Markenwert von rund 247 Milliarden US-Dollar auf. Dies bedeutet einen Anstieg um 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit verdrängt Apple den Vorjahresersten Google (Markenwert 173,652 Milliarden US-Dollar) auf den zweiten Platz. Zahlungslösungsanbieter wie Visa (5. Platz) oder MasterCard (20. Platz) können ebenfalls Spitzenplatzierungen einnehmen. Auf Platz 94 findet sich mit Red Bull auch ein österreichisches Unternehmen unter den Top 100 der Wertung.

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Screenshot: Studie BrandZ Top 100/Millward Brown

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Screenshot: Studie BrandZ Top 100/Millward Brown

Alibaba (Markenwert 66,375 Milliarden US-Dollar) kann als Neueinsteiger den 13. Platz einnehmen und landet damit einen Platz vor Amazon (Markenwert 62,292 Milliarden US-Dollar), deren Markenwert gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent abgenommen hat. In der Sparte Retail schafft es Alibaba sogar auf den ersten Platz vor Amazon auf Platz zwei. Mit eBay findet sich ein weiterer Online-Marktplatz unter den Top 10 in dieser Kategorie. Die beiden Onlinehändler Alibaba und Amazon sind mit ihren Platzierungen jeweils wertvoller als Walmart (Platz 26 insgesamt mit einem Markenwert von 35,3 Milliarden US-Dollar), das weltweit 11.000 Supermärkte vertreibt.

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Screenshot: Studie BrandZ Top 100/Millward Brown

Wert von Facebook verdoppelt sich

Die am schnellsten wachsende Kategorie ist die Technologie-Sparte mit einem Zuwachs von 24 Prozent, gefolgt von Retail (ebenfalls 24 Prozent Anstieg). Die Marke mit dem größten Wachstum gegenüber dem Vorjahr ist Facebook (plus 99 Prozent). Dahinter folgt auch schon Apple mit (wie oben erwähnt) 67 Prozent Zuwachs.

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Am schnellsten wachsen die Sparten Technologie, Retail und Versicherungswesen. Einen Rückgang müssen Marken von globale Banken und Luxusartikel hinnehmen. (Screenshot: Studie BrandZ Top 100/Millward Brown)

 Regionale Unterschiede

Während der Wert europäischer Marken eher stagniert, schaffen es asiatische Marken laut Studie, immer wertvoller zu werden. 2006 war lediglich eine Marke aus China unter den Top 100 vertreten, heute sind es bereits 14. Dies bedeutet ein Wachstum des Wertes chinesischer Marken in den vergangenen Jahren um 1004 Prozent. Der Wert US-amerikanischer Marken ist in den vergangenen zehn Jahren um insgesamt 137 Prozent gestiegen ist, jener europäischer Marken jedoch lediglich um 31 Prozent.

„Apple verbindet Innovationskraft mit konkretem Verbrauchernutzen“

Die Spitzenplatzierung von Apple erklärt Bernd Büchner, Geschäftsführer von Millward Brown in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie folgt: „Obwohl die Apple Watch sehr gut angenommen wird, ist das Wachstum des Markenwerts von Apple vor allem auf den Erfolg des iPhone 6 zurückzuführen.“ Und Büchner weiter: „Apple verbindet Innovationskraft stets mit konkretem Verbrauchernutzen. Die Produkte und Lösungen von Apple erfüllen sowohl rationale als auch emotionale Bedürfnisse und erleichtern das Leben von Apple-Nutzern in vielfacher Hinsicht. Apple steht für eine klare Positionierung und arbeitet kontinuierlich an der Differenzierung von anderen Marken – das macht die Produkte von Apple so begehrenswert.“

Zur Studie

Die Untersuchung BrandZ Top 100 wurde von Millward Brown entwickelt und dieses Jahr zum zehnten Mal durchgeführt. Für die Studie wurden mehr als drei Millionen Verbraucher befragt. Die Studie erfolgt auf Basis der Auswertung der Markt- und Verbraucherforschung, kombiniert mit Finanzdaten von Bloomberg und dem Kantar Worldpanel. Auftraggeber der Studie ist der Medienkonzern WPP.

Für detaillierte Informationen kann die Markenwertstudie BrandZ Top 100 unter diesem Link abgerufen werden.

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