Otto schafft Umsatzwachstum von zehn Prozent
Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 einen Gesamtumsatz von 2,561 Milliarden Euro erwirtschaften. Als Pfeiler des Erfolgs werden die große Anzahl an Neukunden und die frühzeitige digitale Transformation gesehen.
V.l.n.r.: Alexander Birken (Konzernvorstand Multichannel-Distanzhandel und Sprecher Otto), Michael Heller (Otto-Bereichsvorstand Categories), Katy Roewer (Otto-Bereichsvorstand Service), Michael Müller-Wünsch (Otto-Bereichsvorstand Technology) und Marc Opelt (Otto-Bereichsvorstand Vertrieb). (Foto: Otto)
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 kann Otto ein Umsatzwachstum um rund zehn Prozent verbuchen und steigert den Gesamtumsatz auf 2,561 Milliarden Euro. Dabei hatte der Onlinehändler ein Wachstum von fünf Prozent anvisiert, wie Alexander Birken, Konzernvorstand Multichannel Distanzhandel und Sprecher von Otto, erklärt: „Wir haben die eigenen Planwerte deutlich überschritten, haben den Umsatz um rund zehn Prozent auf 2,561 Mrd. Euro gesteigert und dabei unseren definierten Ergebniskorridor voll erreicht.“
Frühzeitige digitale Transformation
Vor allem die große Zahl an Neukunden, nach Angaben von Otto rund zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, war für das Ergebnis verantwortlich. Gewachsen sind aber alle Sortimentsbereiche, vor allem das Livingsortiment, das rund 700 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete. Birken dazu: „Mit rund 20 Prozent Umsatzplus bei Möbeln sowie Haus- und Heimtextilien wachsen wir stärker als der Markt und können so unseren Vorsprung noch einmal deutlich ausbauen.“ Der Onlineshop otto.de feierte dieses Jahr seinen 20. Geburtstag. Als einer der Erfolgsfaktoren wird die frühzeitige digitale Transformation gesehen. Nachdem 2013 zunächst otto.de auf Grundlage einer eigens entwickelten Shopsoftware runderneuert und 2015 im Responsive Design veredelt wurde, konnte Anfang dieses Jahres ein weiterer wichtiger Meilenstein gefeiert werden: Otto hat zentrale IT-Systeme im Backend gegen neue Eigenentwicklungen ausgetauscht. „Wir sprechen bei diesem Großprojekt von einem dreistelligen Millioneninvest in die Zukunftsfähigkeit von Otto. Wir haben damit gewachsene Strukturen und langjähriges Know-how in eine moderne Grundarchitektur übersetzt“, erklärt Birken. „Der größte Erfolg ist, dass uns dieser Wechsel bei voller Last gelungen ist – und zwar ohne, dass die Kunden in irgendeiner Form beeinträchtigt gewesen wären.“
Weiteres Wachstum geplant
Für das neue Geschäftsjahr 2016/17 hat sich die Otto erneut ein durchschnittliches Umsatzwachstum von rund fünf Prozent und eine durchschnittliche Rendite von drei bis fünf Prozent als Ziel gesetzt. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren kontinuierlich eine sehr robuste Wirtschaftskraft erarbeitet. Insofern können wir es uns im wahrsten Sinne des Wortes leisten, die Investitionsgeschwindigkeit weiter spürbar zu erhöhen und damit die Zukunft von Otto zu gestalten“, sagt Birken. So sollen die technologischen Wachstumsbereiche weiter vorangetrieben und in die Gestaltung moderner Raumkonzepte und Büroflächen weiter investiert werden.



