Rakuten.at zieht sich mit Ende August 2016 zurück
Kunden aus Österreich können weiterhin über die deutsche Website von Rakuten bestellen, Händler werden künftig ebenfalls über den deutschen Marktplatz eingebunden. Darüber hinaus werden die Marktplätze in Großbritannien und den Spanien aufgelassen.
Noch sind die Marktplätze in UK, Spanien und Österreich auf der Global Map von Rakuten eingezeichnet. Mit Ende August 2016 wird sich das ändern. (Grafik: Rakuten)
Der Marktplatz Rakuten hat angekündigt, sich mit seinem Geschäft in Europa künftig vor allem auf die Märkte in Frankreich und Deutschland konzentrieren zu wollen. Die Entscheidung wird damit begründet, dass die beiden Märkte das Potenzial für nachhaltiges Wachstum haben.
Österreichischer Marktplatz wird in deutschen eingegliedert
In Großbritannien wie auch Spanien sind die Kosten im Vergleich zur Größe des Geschäfts jedoch nach eigenen Angaben zu groß. Des Weiteren wird Rakuten.at mit Ende August 2016, wie auch die Seiten für Großbritannien und Spanien, Geschichte sein. Österreichische Kunden und Händler können aber weiterhin über die deutsche Plattform Rakuten.de operieren und kaufen. Rakuten hat angekündigt, die Händler wie auch Kunden des Marktplatzes noch rechtzeitig zu informieren, um Transaktionen zur Zufriedenheit beider Seiten abschließen zu können.
Die Entwicklungen bestätigt auch der Geschäftsführer von Rakuten Österreich, Dieter Kindl, gegenüber www.etailment.at: „Rakuten wird sich auf die Investitionen seines E-Commerce Marktplatzes in Frankreich und Deutschland fokussieren, da diese Geschäftsbereiche entsprechenden Umfang und Potenzial für nachhaltiges Wachstum aufweisen. Für Händler und Kunden aus Österreich werden wir Services auf der deutschen Webseite anbieten.“
Dieter Kindl, Geschäftsführer Rakuten Österreich. (Foto: Yield Public Relations)
„Erhöhen Sichtbarkeit der Händler“
Darüber hinaus äußert sich Kindl zu den Umstrukturierungen wie folgt: „Händler aus Österreich generieren bereits 85 Prozent ihres Rakuten Umsatzes auf der deutschen Seite. Durch die weitere Bereitstellung von Diensten an Händler und Kunden in Österreich auf Rakuten.de, erhöhen wir die Sichtbarkeit der Händler für ganz Deutschland und Österreich.“ Im Dezember 2014 sprach Kindl in einem Interview mit www.etailment.at und sagte damals über den Marktplatz: „In Österreich gibt es eine starke KMU-Struktur – der Ansatz von Rakuten liegt ursprünglich hier. Unser Konzept bietet eine Chance gegen Internetgiganten wie Amazon.“
Im Mai 2016 bot Rakuten seinen Händlern in Österreich und Deutschland ein neues Tarifmodell an, Rakuten Pro. Kindl dazu: „Endkunden aus Österreich, die bereits heute zu mehr als 50 Prozent über die deutsche Plattform einkaufen, werden damit auch vom besseren Service und Preisen profitieren.“
Wuaki und Kobo sollen weiterhin in Europa vertrieben werden
Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, weiter an seinen Geschäftstätigkeiten in Europa arbeiten zu wollen und etwa den Entertainment-Channel Wuaki oder den eReader Kobo in Europa zu vertreiben.



