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So unterschiedlich ticken Online-Shopper aus dem DACH-Raum

Gepostet in Studien6 Tagen alt • Geschrieben von Daniel JamritschKeine Kommentare

Österreichische Konsumenten bewerten Online-Shops und ihr Einkaufserlebnis teilweise deutlich anders als Online-Shopper aus Deutschland und der Schweiz. Auch in puncto Online-Kaufhäufigkeit und Warenkorbwert zeigen sich Unterschiede zwischen den drei Ländern. Das ist das Ergebnis der Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce“ des ECC Köln in Zusammenarbeit mit Namics und prudsys.

Online-Shopper in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben in Bezug auf Ihre Online-Einkaufsgewohnheiten grundlegend einiges gemein, ticken bei den Details aber oft unterschiedlich: Einig sind sich die Online-Shopper der DACH-Region etwa über ihr hohes Verlangen nach guter Produktqualität und einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem spielen in allen drei Ländern die Aspekte Transparenz und Information sowie Bezahlung und Retourenabwicklung eine wesentliche Rolle für ein positives Online-Einkaufserlebnis.

Österreicher zählen auf Produktqualität und Preis-Leistungs-Verhältnis

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Online-Shoppern aus Österreich und der Schweiz offenbart sich jedoch bei der Gewichtung der Faktoren: Während die österreichischen Konsumenten die Produktqualität, das Preis-Leistungs-Verhältnis und eine unkomplizierte Retourenabwicklung signifikant höher gewichten als ihre Schweizer Kollegen, spielt für die Schweizer wiederum die Offenlegung aller Kosten die größere Rolle, um mit einem guten Gefühl durch den Checkout-Prozess zu wandern – Details in der Grafik:

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Schweizer Konsumenten haben über alle Kriterien hinweg einen tendenziell geringeren Anspruch an Online-Shops. Das lässt sich durch den höheren Professionalisierungsgrad der Online-Shops und die höhere Kauffrequenz in Deutschland und Österreich erklären. „Je exzellenter die Shops sind und je häufiger online eingekauft wird, desto höher ist auch das Anspruchsdenken der Konsumenten“, erklärt Sabrina Mertens, Leiterin des ECC Köln.

Österreicher bei Kaufhäufigkeit im Mittelfeld

Bei der Kaufhäufigkeit im Web führen die Deutschen ganz klar das Feld an: Mehr als 37 Prozent kaufen dort mehrmals im Monat online ein. In Österreich kaufen gut 22 Prozent der befragten Online-Shopper mehrmals monatlich im Web, in der Schweiz sind es 20 Prozent. Rund 25 Prozent der Österreicher und 23 Prozent der Schweizer kaufen nur etwa einmal im Monat online. Die geringe Online-Kaufhäufigkeit in der Schweiz kompensieren die Helvetier jedoch mit überdurchschnittlich gut gefüllten Warenkörben: Bei knapp 40 Prozent der befragten Schweizer Konsumenten landen Waren im Wert von mehr als 100 Franken (rund 82 Euro) im virtuellen Einkaufswagen. Auch unter Berücksichtigung von Währungs- und Kaufkraftunterschieden wird in Österreich und Deutschland weniger ausgegeben als in der Schweiz. Nur jeder vierte befragte Österreicher und knapp 18 Prozent der Deutschen zahlen im Schnitt mehr als 100 Euro pro Online-Einkauf.

Schweizer führen im M-Commerce

Während in Österreich und Deutschland jeweils ein Drittel der Online-Shopper schon einmal über ein mobiles Endgerät online eingekauft hat (250 Millionen Euro gaben die Österreicher von Mai 2013 bis Mai 2014 für mobile Online-Einkäufe aus), sind es in der Schweiz bereits mehr als 40 Prozent der Befragten, die schon einmal mit Smartphone, Tablet und Co. ihre Einkäufe erledigten. In allen drei Ländern werden über die mobilen Endgeräte vor allem Bücher und digitale Medien eingekauft. Im Online-Shop-Index-Ranking der drei Länder führt in Österreich der Internet-Riese Amazon das Feld an, in der Schweiz ist der Nespresso-Onlineshop der Top-Shop schlechthin und in Deutschland wurde zooplus zum Onlineshop Nr. 1 gekürt. Amazon ist in Deutschland und der Schweiz jeweils auf Platz 3 vertreten.

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