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Payment: Jeder Siebte bricht Online-Einkauf während Zahlungsprozess ab

Gepostet in Studien2 Jahre alt • Geschrieben von RedaktionEin Kommentar

Fast jeder siebte Online-Kunde geht während des Zahlungsprozesses im Onlineshop verloren. Das ist das Ergebnis einer Online-Payment-Studie des ECC Köln und der Hochschule Aschaffenburg, für die 1.970 Internetnutzer und 901 Onlinehändler aus dem DACH-Raum befragt wurden.

Demnach kann das Fehlen eines bestimmten Zahlungsverfahrens zu merkbar hohen Kaufabbrüchen führen. Während sich in Österreich und der Schweiz Angebot und Nachfrage von Zahlungsverfahren in Onlineshops weitgehend entsprechen – die hohe Akzeptanz der Kreditkarte auf Händler- und auf Verbraucherseite sorgt hierzulande weitgehend für Harmonie – unterscheiden sich die Vorlieben von Kunden und Händlern in Deutschland zum Teil noch eklatant. Zählt die Rechnung bei den deutschen Konsumenten zu der Lieblingszahlart schlechthin, bieten nur etwas mehr als die Hälfte der befragten Onlinehändler diese auch an. Umgekehrt setzen Händler beim Thema Zahlung am liebsten auf die Vorkasse, doch nur jeder achte deutsche Konsument nutzt die Vorkasse auch gerne für seine Online-Einkäufe. Die Lastschrift, auf Konsumentenseite eine der drei beliebtesten Online-Zahlarten, schafft es bei der Verbreitung unter den deutschen Händlern mit 40,7 Prozent gerade einmal auf Platz acht. Einzig PayPal ist sowohl auf Kunden-, als auch auf Händlerseite gleichermaßen beliebt. Die bei den Händlern beliebte SOFORT-Überweisung (Platz drei) wird von jedem fünften Verbraucher gerne genutzt.

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Onlinehändler steigern ihre Umsätze am besten dann, wenn sie PayPal, Amazon Payments und Kreditkarte als Zahlungsverfahren einführen. Etwa drei von vier Onlinehändler gaben an, nach der Einführung von PayPal ihre Umsätze um durchschnittlich 23,1 Prozent gesteigert zu haben.

Umsatzsteigerung durch PayPal und Amazon Payments

Ist das vom Kunden bevorzugte Zahlungsverfahren vorhanden, kann dies laut Studie zu Umsatzsteigerungen führen. Demnach machen sich Umsatzsteigerungen vor allem dann bemerkbar, wenn PayPal und Amazon Payments im Zahlungsangebot stehen. Rund 76 Prozent beziehungsweise 65 Prozent der befragten Online-Händler konnten sich nach der Einführung dieser Zahlungsverfahren über einen Umsatzanstieg freuen. Doch auch eine Integration der Verfahren Prepaid-Karten (58,1 Prozent), Kreditkarte (57,9 Prozent), Kauf auf Rechnung (56,6 Prozent) oder SOFORT Überweisung (33,1 Prozent) haben bei den befragten Händlern die Umsätze um elf Prozent oder mehr ansteigen lassen. Zu den Umsatzsteigerungen gesellen sich zudem verringerte Transaktionsabbrüche und damit steigende Conversion Rates. Wie wichtig der richtige Zahlungsmix für Online-Shops ist, zeigt auch die Konsumentenperspektive: Lediglich knapp acht Prozent der für die Studie befragten Konsumenten würden ohne Probleme auf ein alternatives Zahlungsverfahren ausweichen, sollte ihr Lieblingszahlverfahren nicht angeboten werden. „Der richtige Payment-Mix ist ein kritischer Erfolgsfaktor von Online-Shops. Die Auswirkungen auf die Conversion Rate können gewaltig sein. Es kommt dabei nicht darauf an, möglichst viele Zahlungsmethoden anzubieten, sondern die von den jeweiligen Zielgruppen gewünschten. Dabei spielt auch die Möglichkeit, die Retourenquote zu senken, häufig eine wichtige Rolle“, interpretiert Sabrina Mertens, Leiterin des ECC Köln, die Studienergebnisse.

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Eine Gegenüberstellung von Lieblingsverfahren der Verbraucher und Angeboten auf Händlerseite zeigt, dass – vor allem in Deutschland – eine gewisse Diskrepanz besteht. In Österreich sorgt die allgemeine Beliebtheit der Kreditkarte für Ausgewogenheit. (Grafik: ECC Köln)

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