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Ab 2017 gibt der Digital Native endgültig den Ton an

Gepostet in Studien9 Monate alt • Geschrieben von RedaktionKeine Kommentare

Lebensversicherer konnten vom kommerziellen Potenzial des digitalen Zeitalters bisher am wenigsten profitieren. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von PwC. Das Beratungsunternehmen hat untersucht, wie Versicherungsgesellschaften ihre Lebensversicherungspolizzen besser an den Mann bringen können. Die Antwort lautet: Online. Denn die unterversorgten Märkte für Versicherer bestehen laut Studie vor allem aus einkommensschwächeren Gruppen und aus jüngeren Menschen – also technisch versierten Millennials und Digital Natives, die es gewöhnt sind, Internet und Social Media zum Vergleich und Kauf von Produkten heranzuziehen. Thomas Windhager, Versicherungsexperte bei PwC Österreich, erklärt: „Im digitalen Zeitalter können sich Versicherer besser über diese unterversorgten Gruppen informieren, sie können sie kontaktieren und auf diese Weise ihren ,erreichbaren‘ Markt erweitern.“

Entscheidungsgründe: 24/7-Zugang und Preis-Leistung

Zwar haben sich laut Umfrage bisher erst elf Prozent der Kunden mithilfe von PCs, Laptops, Smartphones oder Tablets überzeugen lassen, eine Lebensversicherung online abzuschließen. Doch der Bericht verweist auf Umfrageergebnisse, wonach potenzielle Online-Kunden vor allem die Leichtigkeit des Zugangs, die durchgängige Verfügbarkeit 24/7 und das Preis-Leistungsverhältnis als möglichen Entscheidungsgrund für eine Online-Lebensversicherung angeben.

Windhager erklärt: „Die digitalen Transaktionen haben bereits begonnen. Trotzdem schätzen Konsumenten auch den zusätzlichen Komfort und die Flexibilität, die ein persönliches Gespräch mit dem Anbieter ihrer Lebensversicherung mit sich bringt – ebenso wie die Möglichkeit, die Angebote online ebenso wie offline zu prüfen und zu vergleichen.“

“Versicherungsangebot muss in die digitale Welt übersetzt werden”

Der Bericht Insurance 2020 zeigt außerdem, dass bis 2017 eine ganz neue Art von Konsumenten den Ton angeben wird: die Digital Natives. Sie sind besser informiert, zunehmend verbunden und können sich dank Social Media, Smartphone, Analysen und der Cloud besser artikulieren. „Ob es nun der Preis, die Produktinformation, die Erfahrung oder die Marke ist – das Angebot einer Versicherung muss in die digitale Welt übersetzt werden“, appelliert Windhager. „Hauptziel der Versicherungsgesellschaften ist die Entwicklung einer Geschäftsstrategie für das digitale Zeitalter. Traditionelle Ansätze einer breiten Systementwicklung werden hier möglicherweise nicht schnell genug greifen. Die Branche benötigt eine raschere und wirtschaftliche Möglichkeit, den veränderlichen Marktanforderungen gerecht zu werden. Dazu gehören ‚Greenfield‘-Operations, also völlig neue Sparten, wobei vorhandene Kapazitäten neben Startups weiter bestehen werden. Führende Unternehmen müssen sich laufend weiterentwickeln und entsprechend informiert sein, um neue Chancen wahrzunehmen und die nötige Agilität aufzubringen, davon auch rasch zu profitieren“, schließt Windhager.

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Ab 2017 geben die Digital Natives den Ton an. Für Unternehmen bedeutet das vor allem der Ausbau in Sachen Transparenz, Interaktion und Vertrauen, ergab die PwC-Studie “Insurance 2020″. (Grafik: PwC)

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