bevh: Onlinehandel mit 18 Prozent Wachstum als Treiber beim Interaktiven Handel
Der Interaktive Handel (Online- und Versandhandel) in Deutschland wuchs im 1. Quartal 2016 um 6,7 Prozent, der Onlinehandel kann sogar noch bessere Zahlen aufweisen: So stiegen im E-Commerce die Umsätze um 17,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zu diesen Zahlen kommt eine große Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh).
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Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres von den Deutschen 12,88 Milliarden Euro im Interaktiven Handel umgesetzt. Von diesem Betrag entfallen 93,3 Prozent des Gesamtumsatzes auf den Onlinehandel, der 12,01 Milliarden Euro erwirtschaften konnte. Digitale Dienstleistungen legten um 23,3 Prozent zu und verzeichnen einen Umsatz von fast vier Milliarden Euro.
Sparte Bekleidung am umsatzstärksten
Im Interaktiven Handel ist die Sparte Bekleidung der Topseller und kommt auf einen Umsatz von 2,78 Milliarden Euro, gefolgt von Elektronikartikel und Telekommunikation mit 2,12 Milliarden Euro Umsatz. Dahinter rangiert die Buchbranche mit einem Umsatz von 907 Millionen Euro, wobei hier die Umsätze im Gegensatz zu den Bereichen Bekleidung und Elektronik nicht angewachsen, sondern um 11,6 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2015 gesunken sind. Stärkstes Wachstum verzeichnete hingegen die Warengruppe Computer, Zubehör und Spiele. Hier wuchsen die Umsätze im 1. Quartal 2016 um 30,9 Prozent und belaufen sich auf 890 Millionen Euro.
Fast die Hälfte der Gesamtumsätze des Interaktiven Handels wurden über Online-Marktplätze erzielt, diese wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent. Größtes Wachstum verzeichneten im 1. Quartal 2016 Internet Pure Player. Mit einem Plus von 31,2 Prozent liegen die Umsätze nun bei 1,8 Milliarden Euro.
Lebensmittelbereich mit zweistelligen Wachstumsraten
„Auch im ersten Quartal 2016 startet der Interaktive Handel mit einem deutlichen Umsatzplus und setzt damit einen soliden Wachstumskurs fort. Spannend ist insbesondere die Entwicklung in der Warengruppe Lebensmittel: Zwar ist der Anteil am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels noch sehr gering, aber die hohen zweistelligen Wachstumsraten verdeutlichen einerseits das Potenzial in diesem Segment und andererseits die steigende Akzeptanz des Lebensmittelversands unter den Verbrauchern.“, erläutert Christian Brock, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine BWL: Marketing an der Universität Rostock und Mitglied des bevh Round-Table Wissenschaft und Lehre.



