Bitkom-Umfrage: Chance für Währung Bitcoin wird als gering angesehen
Auch in zehn Jahren werden Bitcoins eher eine Nischenposition im Zahlungsbereich einnehmen – zumindest wenn es nach den Ergebnissen einer neuen Studie von Bitkom Research geht. Bitkom hat anlässlich der hub conference am 10. Dezember 2015 in Berlin 100 Geschäftsführer und Vorstände von Finanzunternehmen befragt. Die meisten von ihnen schätzen die Chancen, dass sich Bitcoins durchsetzen, als eher gering ein. So sagen etwa nur zwei Prozent der Befragten, dass Bitcoins in zehn Jahren eine akzeptierte Ergänzung zu bestehenden Zahlungssystemen darstellen werden. Drei Prozent glauben sogar, dass Krypto-Währungen wie Bitcoins 2025 komplett vom Markt verschwunden sind.
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„Die Bitcoins zugrunde liegende Technologie der Blockchains ermöglicht, Zahlungsvorgänge transparent und dezentral zu erfassen und stößt aktuell bei etablierten Banken und Finanzunternehmen auf großes Interesse“, sagt Bitkom-Finanzexperte Steffen von Blumröder. „Möglicherweise werden Bitcoins als eigene Währung weiter in der Nische bleiben, die Idee der Blockchain dahinter aber Einzug in unseren alltäglichen Zahlungsverkehr nehmen und die Digitalisierung der Finanzbranche weiter vorantreiben.“ Die Blockchain ist eine Datenbank, die nicht von einer zentralen Instanz geführt wird, sondern von allen Teilnehmern des Systems.
Interesse in der breiten Bevölkerung ist da
Das Interesse für derartige Zahlungsmethoden wäre aber durchaus gegeben: Bei einer Verbraucherbefragung von Bitkom sagten erst vor Kurzem 36 Prozent der Befragten in Deutschland, dass sie sich vorstellen könnten, Bitcoins oder ähnlichen digitale Währungen zu erwerben oder zu nutzen. Unter den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren beträgt der Anteil sogar 53 Prozent.



