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Conversion Optimierung im Webshop: Check out your Checkout!

Gepostet in Studien2 Jahre alt • Geschrieben von RedaktionKeine Kommentare

Vom Warenkorb bis zum Kauf ist es für den Online-Kunden oft ein steiniger Weg: Der gesamte Checkout-Prozess in den erfolgreichsten deutschsprachigen Onlineshops ist durchschnittlich in sechs Schritte unterteilt, und nur die Hälfte (51 Prozent) aller Top 100 Shops bieten die Möglichkeit einer Gastbestellung an. Das ergab der neue Checkout Report von Konversionskraft.de. Ein Vergleich mit den zehn beliebtesten Onlineshops in Österreich zeigt: Auch hierzulande unterteilt sich der durchschnittliche Bestellprozess in fünf bis sechs Schritte, doch: nur drei der zehn größten Webshops in Österreich lassen eine Bestellung ohne Kunden-Login zu – und das, obwohl eine Pflichtanmeldung die Conversionrates nachweislich zum Sinken bringt, vor allem bei kleineren Webshops. Händler könnten darum versuchen, eine Anmeldung vom Kunden erst nach dem erfolgten Bestellprozess zu verlangen, oder schon während dem Checkout die Vorteile eines Kundenkontos zu argumentieren, z.B. mit exklusiven Angeboten oder Bonuspunkten. Immerhin 40 Prozent der 100 beliebtesten Onlineshops in Deutschland versuchen ihre Nutzer so zum Anlegen eines Kundenkontos zu bewegen, ergab die Untersuchung von Konversionskraft.

Grafik: Esprit.at
Esprit.at macht’s vor: Online-Kunden erhalten die Möglichkeit zum Login, zur Neukundenregistrierung und zur Gastbestellung. Das erhöht die Conversion Rates.

Kostenloser Rückversand als Kundenattraktion

Ein weiterer Conversion-Boost liegt in der Möglichkeit zur Expresslieferung. Doch nur ein knappes Viertel der untersuchten Onlineshops (24,8 Prozent) bietet ein solches Lieferservice an. Verbesserungspotenzial lässt sich zudem im mangelhaften Angebot von kostenlosen Retouren feststellen: Nur 16,8 Prozent der untersuchten Shops bieten solche kostenlose Rücksendungen an – wobei dieser Wert mit dem Inkrafttreten der neuen Verbraucherrechte-Richtlinie am 13. Juni 2014 wohl eher weiter sinken und gleichzeitig zum verstärkten Kräftemessen konkurrierender Onlineshops beitragen wird. Schließlich macht die Möglichkeit zum kostenlosen Rückversand für eine Mehrheit aller Kunden (54 Prozent) das Onlineshopping überhaupt erst attraktiv. Unter den Retourenkosten könnte in Zukunft vor allem die Wettbewerbsfähigkeit kleiner Onlinehändler leiden.

Kauf auf Rechnung beliebt, aber kein Standard

Weitere knappe 36 Prozent der untersuchten Onlineshops bewerben Ihre Einhaltung des Datenschutzes aktiv und offensiv. Immerhin neun von zehn Shops bieten eine abweichende Lieferanschrift an, rund die Hälfte (51 Prozent) wartet mit einer Lieferung explizit an Packstationen auf. Zu den meist angebotenen Zahlungsarten im deutschen Nachbarland zählen laut Erhebung Kreditkarte (90 Prozent), Paypal (79 Prozent), Vorkasse (78 Prozent). Wachsender Beliebtheit erfreut sich auch der Kauf auf Rechnung: 54 Prozent aller von Konversionskraft untersuchten Shops bieten diese Zahlmethode an. Laut einer Studie des Payment-Anbieters Loviit bietet auch in Österreich nur etwa jeder zweite der hiesigen Top 100 Onlineshops (51 Prozent) die Zahlung per Rechnung an. Hier besteht also definitiv noch Optimierungsbedarf.

Grafik: konversionskraft.de Checkout-Report Q2 2014
Im Checkout trennen den Online-Kunden durchschnittlich 6 Prozess-Schritte und 15 Felder vom Klick auf den finalen Kaufbutton, ergab der neue Checkout Report von Konversionskraft.de.

Trust, Trust, Trust!

Die Integration von Qualitäts- und Vertrauenssiegeln ist mittlerweile der Basisfaktor eines guten Warenkorbs – möchte man zumindest meinen. Denn 14,7 Prozent der untersuchten Shops platzieren kein einziges Trust-Element in ihrem Checkout. Das Fehlen solcher Elemente kann beim User Unsicherheiten hervorrufen, mit oftmals fatalen Auswirkungen auf den Verkauf. Jeder dritte Webshop (34,3 Prozent) bietet laut Checkout Report ein Trust Element, jeder Vierte zeigt zwei Siegel an, wiederum ein knappes Viertel (23,5 Prozent) hat drei oder mehr Trust-Elemente in den Checkout integriert. Ein Tipp: Trust-Elemente sollten möglichst populär und mehrfach platziert werden – etwa im Header und parallel dazu nochmals am Ende des Warenkorbs. Erst dann fühlt sich der Kunde wirklich sicher und drückt mit gutem Gewissen auf den Bestellen-Button.

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