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Jeder Fünfte kann sich vorstellen, Curated Shopping zu nutzen

Gepostet in Player, Studien1 Jahr alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Beim Curated Shopping werden die modischen Vorlieben des Kunden ermittelt und aufgrund dessen ein persönliches Angebot erstellt. Mit Zalando, Outfittery oder Modomoto gibt es in der Modebranche bereits eine Vielzahl an Vorreitern in dieser Sparte. Jedoch wird Curated Shopping erst von 3,6 Prozent der Online-Shopper genutzt. Wie eine Studie des ECC-Köln nun ausgibt, könnte sich aber jeder Fünfte vorstellen, mit Hilfe eines persönlichen Beraters einzukaufen. Dieses Ergebnis zeigt der s-KIX, für den das ECC Köln monatlich rund 1.300 Online-Shopper befragt.

„Nächste Evolutionsstufe des E-Commerce“

Vor allem in der Modebranche bieten bereits eine Vielzahl von Unternehmen die Möglichkeit des Curated Shopping an. In Deutschland testete Zalando etwa Curated Shopping unter dem Namen „Project Z“ und führt diese Testphase nun als eigenständiges Curated Shopping Angebot auf Zalon.de fort. Am Handelskolloquium vom 15. April 2015 erklärte Dominik Rief, Country Manager Österreich Zalando, dass bei „Project Z“ Menschen, die sich für Mode interessieren mit Beratern, die sich mit Mode auskennen, zusammengebracht werden. Der Berater steht einem am Telefon oder für einen persönlichen Termin zur Verfügung. Damals erklärte Rief, dass sich Zalando als „Starting point“ für Mode etablieren möchte.

Outfittery, ein Unternehmen mit österreichischen Wurzeln, baut seine Geschäftsidee ebenfalls auf der Idee des Curated Shopping auf. Erst im März 2015 konnte das Unternehmen mit Northzone Capital einen Investor an Board holen, der bei Größen wie Spotify beteiligt ist. Damals kommentierte Hans Otterling, Partner bei Northzone, das Investment wie folgt: „Outfittery ist wie Spotify ein disruptives Geschäftsmodell, das eine ganze Industrie neu denkt. Wir sehen Curated Shopping als die nächste Evolutionsstufe des E-Commerce.“

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Screenshot: Outfittery.at

Auch mit Modomoto.de ist es möglich, einen Personal Shopping Service für Männer in Anspruch zu nehmen. Wie bei Zalon.de und Outfittery muss der Kunde Fragen über seine modischen Vorlieben beantworten und bekommt im Anschluss sein persönliches Angebot zusammengestellt.

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Screenshot: Modomoto.de

Curated Shopper wollen Neues ausprobieren

All jene Konsumenten, die dieses Angebot bereits genutzt haben, tun dies laut Studie aus folgenden Gründen: Um Neues auszuprobieren (52,2 Prozent) und Zeit zu sparen (39,5 Prozent) führen die Liste dabei an. Aber auch Beratungsaspekte (29,3 Prozent) oder der Überraschungseffekt (27,7 Prozent) sind relevant. „Händler können Curated Shopping sowohl zur Kundenbindung nutzen als auch, um Warenkörbe zu erhöhen“, so Eva Stüber, Leiterin Research & Consulting, ECC Köln. „Es gilt jedoch zunächst, die Vorteile für Kunden zu kommunizieren, um so mehr Online-Shopper für diesen Service zu begeistern.“

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Die meisten der Befragten (52,2 Prozent) gaben an, durch Curated Shopping die Möglichkeit zu nutzen, etwas Neues in Sachen Mode auszuprobieren. (Grafik: ECC Köln)

Noch immer viele Skeptiker

Jedoch gibt es laut der Umfrage weiterhin eine große Anzahl an Konsumenten, die dieser Form des Einkaufens eher kritisch gegenüberstehen. So gaben drei von vier Befragen an, sich auch in Zukunft nicht vorstellen zu können, mittels Curated Shopping einzukaufen.

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