Innovation Index von Mastercard: Österreicher Vorreiter beim Online-Banking
Die Studie Innovation Index 2016 von Mastercard hat Menschen in 23 Ländern zu den Themen Digitalisierung und Innovation befragt, so auch in Österreich. Hierzulande sind bereits 94 Prozent der Menschen zwischen 20 und 50 Jahren Smartphone-Besitzer, nutzen dieses durchschnittlich drei Stunden täglich.
Screenshot: Mastercard
82 Prozent der Österreicher nutzen Online-Banking
Die Studie zeigte aber auch auf, dass etwa in Ländern mit weniger zahlungskräftigen Menschen oftmals eine höhere Akzeptanz gegenüber neuen Technologien vorherrscht. So sind etwa rund 70 Prozent der Personen in Afrika und dem Nahen Osten bereit, mit dem Smartphone zu bezahlen, in Österreich, wo die Digitalisierung weiter vorangeschritten ist, sind es nur 45 Prozent. 47 Prozent der Menschen in Österreich bevorzugen weiterhin die Plastikkarte. 43 Prozent können sich die Identifizierung per PIN-Code, 31 Prozent per Fingerprint vorstellen. Nur 14 Prozent würden eine Autorisierung per Fingerabdruck oder Irisscan wagen.
Bei manchen Themen sind die Österreicher vorsichtig, wie Gerald Gruber, Country Manager Austria Mastercard, erklärt: „Es sind die klassischen Digitalisierungstopics wie Sicherheitsrisiken und der Datenschutz. Dies gilt allerdings weltweit – Sicherheit hat insbesondere im Zahlungsverkehr absolute Priorität. Allerdings sind die Österreicher auch Vorreiter.“ Dies zum Beispiel beim Thema Online Banking: 82 Prozent der befragten Österreicher nutzen diesen Service. Wenn die Lösungen für den Kunden attraktiv sind, so zeigt sich, sind die Österreicher also auch digitalen Services nicht abgeneigt. Mobile Payment hat sich jedoch erst bei neun Prozent der befragten Österreicher durchgesetzt.
Online-Shopping nach E-Mail und Search meistgenutzte Funktion im Netz
Die Entwicklung der Digitalisierung bewerten 43 Prozent der Befragten in Österreich als positiv, hier sind Männer (51 Prozent) deutlich offener als Frauen (38 Prozent). Dieser Wert ist eher niedrig, verglichen mit vielen Ländern in Zentral- und Osteuropa, in denen oftmals mehr als zwei Drittel positiv der Digitalisierung gegenüberstehen.
Einblick gewährt der Innovation Index außerdem in die Internetnutzung der Konsumenten: E-Mail (96 Prozent) und Search (90 Prozent) sind die meist genutzten Funktionen im Netz, laut der Umfrage in Österreich rangiert Online Shopping bereits auf Rang drei mit 85 Prozent, vor der Social Media Nutzung mit 80 Prozent und der Nutzung von Navigation Systemen mit 69 Prozent.
Kritikpunkte beim Online-Shopping gibt es jedoch auch: So sagen 30 Prozent der Befragten, nicht das Produkt, das sie erwarteten, erhalten zu haben. Weitere 16 Prozent beschwerten sich über versteckte Kosten. Prinzipielle Gegner des Online-Shopping könnten sich aber mit günstigeren Preisen und Datensicherheit umstimmen lassen. „Vor einigen Jahren waren Konsumenten aber noch weitaus kritischer gegenüber der Digitalisierung“, stellt Ann Cairns, President International Markets Mastercard, fest, „in dieser Umfrage zeigt sich ein Wandel – Menschen folgen einem digitalen Lifestyle und sehen die Vorteile der Digitalisierung klarer. Es gibt einen Hunger nach Veränderung.“



