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DACH-Raum: Interaktive Handel in den vergangenen drei Jahren um 50 Prozent gewachsen

Gepostet in Allgemein • 6 Monate alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Die Branchenverbände Bundesverband E- Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), Handelsverband Österreich sowie der Verband des Schweizerischen Versandhandels (VSV) legen neue Zahlen vor, die einen Sprung des Umsatzes der Online- und klassischen Versandhändler von 40 auf 60 Milliarden Euro von 2010 bis 2013 belegen. Länderspezifische Unterschiede wurden bei der Studie ebenfalls ausgearbeitet.

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2013 konnte der Interaktive Handel einen Umsatz von 6,9 Milliarden Euro verbuchen. Der Anteil Online- und Versandhandel am gesamten Einzelhandel betrug elf Prozent. (Screenshot: Handelsverband/VSV/bevh)

Sowohl in Österreich, Deutschland und der Schweiz steigt der Umsatz im Interaktiven Handel. Betrug der Umsatz der Online- und klassischen Versandhändler 2010 noch bei knapp 40 Milliarden Euro, was einem Anteil von 6,6 Prozent am gesamten Einzelhandesvolumen in der DACH-Region entsprach, liegen die Zahlen 2013 schon bei 60 Milliarden Euro und einem Anteil von 9,6 Prozent. In diesen drei Jahren ist der Markt praktisch um 50 Prozent gewachsen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Branchenverbände Bundesverband E- Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), Handelsverband Österreich sowie der Verband des Schweizerischen Versandhandels (VSV).

Länderspezifische Ergebnisse

Wie sehen jetzt die genauen Zahlen der einzelnen Länder aus? Am schnellsten steigt der Anteil des Interaktiven Handels am gesamten Einzelhandel in Deutschland. Liegt der absolute Anteil mit zehn beziehungsweise elf Prozent in Deutschland und Österreich am höchsten, ist er in der Schweiz mit sechs Prozent am geringsten. Beim Anteil des Onlinehandels am gesamten Interaktiven Handel liegen die Schweiz und Österreich im Jahr 2013 vor Deutschland. Der Anteil beträgt hier 81 Prozent gegenüber 85,5 Prozent (Österreich) beziehungsweise 86 Prozent (Schweiz).

Die Warengruppe Textil & Schuhe macht mit 19,3 Millilarden Euro in allen Ländern den größten Anteil am Umsatz des Interaktiven Handels aus. Während in Deutschland die zweitstärkste Warengruppe Multimedia, HiFi, Elektrogeräte nur gut ein Drittel der führenden Warengruppe ausmacht, liegt diese in Österreich und der Schweiz annähernd gleich auf. „In Deutschland haben die Textilversandhändler traditionell eine Stärke, die sie mit innovativen Online-Konzepten verteidigen“ konstatiert Gero Furchheim, Präsident des bevh. Der Blick auf die DACH-Region lohnt sich aus seiner Sicht besonders: „Österreich und die Schweiz sind für das Cross-Border-Geschäft der deutschen Onlinehändler die wichtigsten Märkte. In Zukunft wird der gesamte grenzüberschreitende Handel nach unserer Einschätzung doppelt so schnell wachsen wie das Inlandsgeschäft.“

Schweiz: Hoher E-Food-Anteil

Auffallend ist besonders in der Schweiz der hohe Anteil im E-Food-Bereich am Interaktiven Handel. Dieser ist mit 12,8 Prozent mehr als dreimal so groß wie in Österreich und Deutschland. Patrick Kessler, Präsident des VSV erklärt diesen Umstand so: „Die Schweiz zeichnet sich seit mehreren Jahren durch einen sehr hohen Online-Anteil Food aus. Nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung sind die beiden größten Händler Migros und Coop, welche seit Jahren den Online-Food-Handel mit viel Engagement und Experimentierfreudigkeit vorantreiben.“

Patricia Mussi, Geschäftsführerin des österreichischen Handelsverbands, ergänzt: „Die Österreicher kaufen traditionell gern im Interaktiven Handel ein. Durch die massive Digitalisierung der vergangenen Jahre hat sich dieser Trend verstärkt. Dass der Interaktive Handel mit Lebensmitteln in Österreich dennoch am wenigsten weit entwickelt ist, ist auf die sehr hohe Versorgungsdichte mit Supermärkten zurückzuführen. Darüber hinaus zeichnet den Interaktiven Handel in Österreich eine starke Orientierung am deutschen Markt aus. Bis zu 50 Prozent der Umsätze der Österreicher fließen ins Ausland.“ 

Präsentation am etailment Summit 2.104

Die Branchenverbände haben die Zahlen im DACH-Raum erstmals am Rande des am etailment Summit 2.014 in Berlin präsentiert. Befragt wurden Verbraucher und Unternehmen in den drei Ländern – somit ist ein direkter Ländervergleich als auch eine Betrachtung der gesamten Region möglich. Zu erwähnen ist, dass es sich bei den Verbraucherwerten um Bruttowerte handelt. Die Schweiz hat mit acht Prozent einen deutlich niedrigeren Mehrwertsteuersatz als Deutschland (19 Prozent) und Österreich (20 Prozent), was sich im Gesamtvolumen widerspiegelt.

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