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„Omni-Channeling auf dem Prüfstand”: RegioPlan zeigt Herausforderungen für Händler auf

Gepostet in Studien4 Monate alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Omni-Channeling ist “zugleich Segen und Fluch”. Die RegioPlan Consulting hat in einer Studie die wichtigsten Herausforderungen für Händler ausgewertet, die diese auf dem Weg zum Omni-Channeling bewältigen müssen.

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Quelle: RegioPlan Consulting

Der Strategieberater RegioPlan Consulting hat die Untersuchung “Omni-Channeling auf dem Prüfstand: Umfassende Analyse der wichtigsten Aspekte” veröffentlicht, die sich mit den Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung für den Handel beschäftigt. Die Studie kommt zu dem Fazit, dass Omni-Channeling für den Einzelhandel “zugleich Segen und Fluch” ist.

Selbst die größten Einzelhandelsunternehmen müssen auf dem Weg zum echten Multi-Channeling einen komplizierten Prozess durchlaufen. Da das traditionelle Filialnetz weitläufig kaum weiterwächst, werden Wachstumschancen in der Verbindung von on- und offline gesucht. Beim Offlinegeschäft zählen vor allem Investitionen in Verkaufsmitarbeiter, um Kunden den bestmöglichen Service zu bieten. Data Mining wird im Onlinegeschäft immer wichtiger: Es gilt, relevante Informationen und Kenntnisse herauszufiltern, den Kunden besser zu verstehen und das Marketing zielgerichteter und effektiver zu gestalten. Vor allem bietet das Wissen um den Kunden eine wichtige Rolle, wenn es um Themen wie Kundenbindung, Kundentreue, der Anregung von Einmal-Käufern zu weiteren Einkäufen oder etwa der Reduktion der Quote der entgangenen Umsätze in den Filialen und Erhöhung der Online-Conversion-Rate geht.

Spürbare Auswirkungen

Alle Befragte waren sich darüber einig, dass die Digitalisierung der Vertriebskanäle spürbare Auswirkungen hat. Als Grund für das Betreiben eines eigenen Online-Shops wurde am häufigsten Wachstum und zusätzlicher Umsatz (38 Prozent) angegeben. Weiters waren auch Kundenbindung (15 Prozent) und das Ansprechen neuer Zielgruppen (25 Prozent) wichtig. Der Online-Shop wird bewusst genutzt, um Kunden zu erreichen, die normalerweise nicht in das stationäre Geschäft kommen würden. Auch Online-Drittanbieter wie Amazon oder Zalando werden als Sprungbrett zur Erschließung neuer Käufergruppen gesehen.

Beim Aufbau von Omni-Channeling sind bei den Unternehmen die Veränderungen im Unternehmen und seinen Strukturen und Abläufen ein wichtiges Thema. So gaben 14 von 15 Händlern an, dass die Online- und Offline-Kanäle in ihrem Unternehmen nicht vollständig integriert seien, insbesondere das Marketing. Online-Shops werden in den meisten Fällen als separate Verkaufsplattformen geführt.

Ebenfalls befasst sich die Studie mit Themen wie Kundendatenanalyse oder der Entwicklung des stationären Handels. Den gesamten Bericht zur Studie und deren Ergebnisse können Sie unter diesem Link kostenlos downloaden.

Zur Studie

Die befragten Retailer sind “traditionelle” Einzelhändler mit weitverzweigten Filialnetzen und Online-Shops in Deutschland beziehungsweise Österreich. Auf Unternehmen wie reine Online-Händler, die nur einen Vertriebskanal nutzen, wurde bewusst verzichtet. Ebenfalls wurde darauf geachtet, dass die befragten Einzelhändler ein unterschiedliches Erfahrungsniveau im Bereich des Multi-Channeling aufweisen. Bei der Auswahl der Unternehmen wurde darauf geachtet, dass diese neben stationären Geschäften auch schon seit mindestens drei bis fünf Jahren einen Online-Shop in Deutschland beziehungsweise Österreich betreiben.


Mit Hanna Bomba wird die Geschäftsführerin von RegioPlan bei der bevorstehenden etailment WIEN Konferenz vom 23. bis 25. Februar 2015 vor Ort sein und am Panel “Der Weg zum Kunden im 21. Jahrhundert” teilnehmen.

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