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Social Media: “Unternehmen sollten auch kritische Stimmen zulassen”

Gepostet in Marketing, News2 Monate alt • Geschrieben von RedaktionKeine Kommentare

Erst 17 Prozent der Unternehmen agieren im Social Media-Bereich wirklich strategisch. Viel zu oft werden soziale Medien als reine Marketing-Kanäle gesehen oder überhaupt als generelle Bedrohung eingestuft. Doch Social Media ist mehr als nur eine potenzielle Shitstorm-Plattform.

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Social Media konnte sich als Verkaufskanal bislang nicht durchsetzen. 94 Prozent der User nutzen Facebook, Twitter und Co. primär dafür, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Nur fünf Prozent der User messen Social Media Kanälen eine wesentliche Rolle für ihre persönliche Kaufentscheidung zu. Insgesamt müssen Unternehmen im Umgang mit sozialen Medien also noch viel lernen: zu oft werden diese bloß als reine Marketing-Kanäle gesehen oder überhaupt als generelle Bedrohung eingestuft. Eine neue Publikation des Beratungsunternehmens Roland Berger und der Universität Münster soll Unternehmen nun den Weg zur vernetzten Zukunft mit Social Media weisen.

Social Media weit mehr als ein Marketinginstrument

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Kritische Stimmen in sozialen Medien liefern Unternehmen oft die wertvollsten Informationen.

Unternehmer sollten Social Media demnach als Chance nutzen, um ihre eigene Geschäftsentwicklung nachhaltig zu verbessern. “Social Media ist weit mehr als nur ein Marketinginstrument. Firmen nutzen Social Media verstärkt für den Vertrieb und das Innovationsmanagement”, erklärt Egbert Wege, Partner des Beratungsunternehmens Roland Berger. Durch einen offenen Austausch auf sozialen Plattformen und die co-kreative Anreicherung von Inhalten könnten Ideen für neue Produkte oder Geschäftsfelder entstehen. Kunden könnten etwa mit ihren Ideen und Wünschen zur Weiterentwicklung eines Produkts und einer Marke aktiv beitragen, Social Media bilde sich damit zu einem wachsenden Faktor in der Wertschöpfungskette heraus.

“Firmen sollten kritische Stimmen zulassen”

Um die Chancen einer engen Interaktion zu nutzen, sollten Unternehmen in der Lage sein, passende Inhalte anzubieten und Kunden individuell anzusprechen. “Dies gelingt aber nur, wenn Unternehmen wissen, was ihre Kunden wirklich bewegt”, sagt Wege. “Deshalb sollten Firmen auch kritische Stimmen zulassen, denn sie liefern oft die wertvollsten Informationen.” Insbesondere einflussreiche, gut vernetzte Kunden seien wertvolle Unternehmensbotschafter. Besonders wirksam sei diese Form der Beeinflussung, wenn sie auf die jeweilige Stufe im Kaufprozess – von der Bedarfsweckung bis zur Nachverkaufsphase – abgestimmt ist, erklären die Autoren.”Social Media ist allerdings eine strategische Herausforderung, weil es die gesamte Organisation betrifft. Die Ziele, die mit dem Einsatz sozialer Medien erreicht werden sollen, müssen daher aus der Unternehmensstrategie abgeleitet werden”, erklärt Marketing-Professor Thorsten Hennig-Thurau von der Universität Münster. Dies erfordere jedoch auch eine Bewusstseinsänderung innerhalb der Unternehmen, die bei vielen noch nicht erfolgt sei, erklären die Publikationsautoren: erst 17 Prozent der Unternehmen agieren im Social Media-Bereich wirklich strategisch.

Digitalisierung ist Chefsache

“Um eine Social Media-Strategie erfolgreich zu implementieren, ist ein Kulturwandel im gesamten Unternehmen unabdingbar”, erklärt Professor Hennig-Thurau. “Deshalb sollte das Top-Management selbst diese Strategie vorantreiben und sie in die Gesamtstrategie der Firma einbetten.” Den tatsächlichen Erfolg ihrer Social-Media-Strategie sollten Unternehmen quantitativ und qualitativ messen, raten die Publikationsautoren. Die jeweiligen Parameter sollten sich nach den Unternehmenszielen richten und beispielsweise Stärke und Wirkung des Kundenengagements berücksichtigen. Mit einer mehrdimensionalen Erfolgskontrolle könnten Firmen ihre Social-Media-Aktivitäten zielgerichteter einsetzen und die Vorteile digitaler Plattformen besser nutzen, um produktiver, dynamischer und flexibler zu werden.

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