EHI/Statista: Onlinehändler mit vielen Touchpoints wachsen am stärksten
Das EHI Retail Institute und Statista haben eine Studie zum Ranking der 1.000 größten Onlineshops mit dem Titel „E-Commerce-Markt Deutschland 2015“ veröffentlicht. Darin zeigt sich, dass besonders Onlinehändler mit vielen Touchpoints das größte Wachstum hingelegt haben. Lars Hofacker, Leiter Forschungsbereich E-Commerce beim EHI, sagt dazu: „Uns hat überrascht, dass die Onlineshops, die ihren Kunden über mehrere Touchpoints begegnen, im Durchschnitt am stärksten gewachsen sind. Omnichannel wird damit auch für einstige Online-Pure-Player zum Erfolgsmodell.“
Die Grafik zeigt es: Onlinehändler mit mehreren Kanälen konnten von 2013 auf 2014 ein größeres Wachstum verzeichnen. (Quelle: EHI/Statista)
Die Marktkonzentration im deutschen E-Commerce ist weiter gestiegen: So erwirtschaften zehn Unternehmen der Top-1.000 38,1 Prozent des Umsatzes, die Top-100 Shops zwei Drittel des Umsatzes und die Top-500 noch immer 86,8 Prozent des Gesamtumsatzes. Der deutsche E-Commerce-Markt entspricht in seiner Umsatzverteilung also dem Long-Tail-Model. Die Webshops mit dem größten Wachstum befinden sich jedoch meist nicht an vorderster Stelle. Mehrere stark wachsende Onlineshops konnten sich auf die Plätze 50 bis 100 schieben. Ebenso gibt es 200 neue Anbieter, die jedoch größtenteils auf den hinteren 500 Plätzen gereiht sind.
Wie die Studie erläutert, nutzen fast zwei Drittel der Onlineshops mehrere Kanäle. Bereits 63,4 Prozent der Top-1000 haben ihren Onlineshop für mobile Endgeräte angepasst. Damit ist Mobile noch vor stationären Ladengeschäften im Inland, die von etwas über der Hälfte aller Shops betrieben werden, der stärkste zusätzliche Vertriebskanal. Jedoch bieten 40 Prozent der untersuchten Online-Pure-Player ihren Kunden keine mobil optimierte Website oder App an.
Wie die Grafik zeigt, nutzen die meisten der Top-1.000 Onlineshops mehrere Kanäle. (Grafik: EHI/Statista)
Über die Studie
Die Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2015“ analysiert die 1.000 umsatzstärksten Onlineshops und erscheint am 21. Oktober 2015. Die Angaben der Untersuchung beruhen auf einer Händler-Befragung (EHI) und Statista-Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie Unternehmensangaben aus Geschäftsberichten, Pressemitteilungen und Unternehmenswebsites. Schwerpunkt der Untersuchung waren B2C-Onlineshops. Berücksichtigt wurde der Umsatz mit physischen Gütern. Der Umsatz mit digitalen Gütern wie Apps und Streaming-Dienste von Shops, z.B. apple itunes und Spotify, wurden nicht berücksichtigt.



