Datenmanagement im E-Commerce: Studie nennt sechs Erfolgsfaktoren
Fehleranfällige Datenbanken sind schlecht fürs Geschäft. Eine Studie des niederländischen Softwarehauses Human Interference nennt sechs Punkte, die erfolgreiches Datenmanagement im E-Commerce garantieren sollen.
Immer mehr Kunden kaufen Produkte oder Dienstleistungen online. Viele Unternehmen nutzen diese Chance, scheitern aber bei der Umsetzung. Eine neue Studie des niederländischen Softwarehauses Human Interference sieht als einen der Gründe mangelhaftes Datenmanagement. Die Untersuchung beschäftigt sich mit den Auswirkungen, die “gute und schlechte Daten auf die Qualität des Online-Handels und des Onlinebankings” haben und führt sechs Erfolgsfaktoren an, die es zu beachten gilt.
Überprüfung der Daten
In jeder Datenbank gibt es eine Fehleranfälligkeit von 10 bis 15 Prozent. Um Daten besser überprüfen zu können, muss man laut Studie auf vier Punkte achten. Dies betrifft erstens die Aktualität und der Frage, ob manche Daten eventuell veraltet sind, so zum Beispiel durch Insolvenz. Ebenso sollte sich der Unternehmer fragen, ob alle Datenelemente vorhanden sind, um sein Ziel zu erreichen. Wichtig ist auch, dass die Daten richtig angegeben und Kunden nicht mehrmals angelegt wurden.
Mit guten Daten Kunden zielgerichtet ansprechen
Als einer der Erfolgsfaktoren der Studie wird eine “korrekte automatisierte Identifizierung der Kundendaten” genannt, mit der es möglich ist, den Kunden persönlich und zielgerichtet anzusprechen. So erhält dieser auch stets die richtigen und zu ihm passenden Angebote. Dies erzeugt den Eindruck von Qualität und durch die richtige Ansprache auch eine Steigerung des Umsatzes.
Das Prinzip des “First Time Right”
Es gilt, bereits bei der Eingabe der Daten auf deren Richtigkeit zu achten. Durch klare Richtlinien kontrollieren Mitarbeiter im Servicebereich, ob Kundendaten vorhanden und richtig sind. Die Daten müssen validiert und “bei Bedarf korrigiert, ergänzt und standardisiert werden”. Bei der Kontrolle können Mitarbeiter durch die Hilfe von entsprechender Software, die etwaige Fehler anzeigt, Unterstützung bekommen.
Persönliche Ansprache des Kunden
Mit einem passenden Datenmanagement ist es möglich, mit dem Kunden auf einer guten persönlichen Ebene zu kommunizieren. Bei internationalen E-Mail-Kampagnen ist es beispielsweise zum Vorteil des Unternehmers, wenn Kunden mit den länderspezifischen Anreden begrüßt werden. Mit solch kleinen Details wird die Qualität eines Unternehmens anders wahrgenommen. “Genau damit steht und fällt der Erfolg Ihrer E-Commerce-Strategie”, wie die Untersuchung rät.
Internationale Standards beachten
“Denken Sie international” rät die Studie von Human Interference. Postleitzahlen und Städte müssen beim Ausfüllen der Kundendaten zu den jeweiligen Ländern passen, Schreibweise von Währung und Datum beachtet werden. Diese Dinge können sich international erheblich unterscheiden. Will ein im E-Commerce tätiges Unternehmen international mitwirken, müssen diese Punkte beachtet werden, um mithalten zu können.
E-Commerce strategisch begreifen
Kunden nutzen immer mehr Kommunikations- und Vertriebskanäle – E-Commerce spielt hier in der Orientierung und dem Service eine immer größere Rolle. Mehrere Unternehmensbereiche wie Verkauf, Marketing oder Service müssen sich praktisch auf die Richtigkeit der Daten verlassen können. Im Service kann der Kunde so auch online bedient werden, wie er es wünscht. Dies sorgt für einen reibungslosen Ablauf aller Prozesse und Kanäle.
In einem Fazit wird zusammengefasst, dass verbessertes Datenmanagement auch die Möglichkeit bietet, Kundenwünsche spezifischer bearbeiten zu können. Das Wachstumspotenzial im E-Commerce ist enorm und sauberes Datenmanagement bietet die Chance, sich von der Konkurrenz abzuheben.




