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JOM-Studie: Küchenhersteller sind in der Online-Kommunikation zu wenig präsent

Gepostet in Studien3 Monate alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Wie eine Untersuchung der Agentur JOM zeigt, werden im Küchensegment oftmals die Möglichkeiten für Online-Werbung und des Suchmaschinenmarketings vernachlässigt. Da die Käuferschicht in dieser Handelssparte in den vergangenen zehn Jahren jünger geworden ist, sollte gerade durch die Veränderung im Mediennutzungsverhalten das Internet eine wichtige Rolle spielen, so eine der Aussagen der Studie.

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Screenshot: www.jomhh.de

Eine neue Studie der Agentur JOM (Jäschke Operational Media) weist darauf hin, dass sowohl die Hersteller von Küchenmöbeln als auch Küchenkleingeräten größtenteils auf eine werbliche Präsenz im Internet verzichten. Die Käufer von Küchen und elektronischen Küchengeräten sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich jünger geworden. Somit hat sich auch das Mediennutzungsverhalten der kaufkräftigen Zielgruppe zwischen 30 und 59 Jahren verändert: So nutzen rund 40 Prozent das Internet bei der Anschaffung von Küchengeräten als Informationsquelle in der Vorbereitungsphase. Expertenmeinungen zufolge könnte der Online-Anteil am Gesamtumsatz im Möbelhandel im Jahr 2020 schon bei rund 20 Prozent liegen.

Das Interent gewinnt also auch im Küchensegment zunehmend an Bedeutung. Umso mehr verwundert es laut den Ergebnissen der Untersuchung, dass das Potenzial von werblicher Online-Kommunikation wie beispielsweise Suchmaschinenmarketing oder Bannerwerbung von Seiten der Hersteller weitgehend ungenutzt bleibt. Bei den Suchanfragen von Google-Nutzern in der Vorbereitung eines Küchenkaufs ist zu beobachten, dass ein großer Teil der Suchenden (53 Prozent) direkt nach einer Küche von bestimmten Herstellern und Marken sucht. Neben den IKEA-Küchen sind vor allem Hersteller wie Nolte, Nobilia oder Alno sehr gefragt. Im Umkehrschluss begeben sich knapp 47 Prozent der Kücheninteressenten ohne eine Markenpräferenz auf die Online-Informationssuche.

Hingegen sind bei den Küchenkleingeräten mehr als die Hälfte der relevanten Suchanfragen generisch und beziehen sich zunächst nicht auf eine Marke (53 Prozent). Der überwiegende Teil der Markenanfragen bezieht sich in diesem Segment auf den Vorwerk Thermomix – das Produkt wird vierfach so häufig gesucht wie die zweitmeist gesuchte Marke Kitchenaid.

Wie die JOM-Studie berichtet, wirken sich diese Erkenntnisse aber nicht auf das Suchmaschinenmarketing der Unternehmen aus. Sowohl die Küchenhersteller als auch die Hersteller von Küchenkleingeräten sind mit Online-Werbemaßnahmen und SEM-Anzeigen zu wenig präsent. Nur 40 Prozent der untersuchten Unternehmen sind laut der JOM-Studie hier aktiv. Ebenfalls werden Werbemöglichkeiten im mobilen Bereich sowie  bei Bewegtbild-Content laut der Untersuchung vernachlässigt. Auch das Schalten von Online-Bannern auf zielgruppenrelevanten Online-Portalen nutzt die Branche nur in geringem Maß.

JOM-Geschäftsführer Henning Ehlert über die Ergebnisse der Studie: „Online-Pure-Player wie Kiveda oder Home24.de machen bereits heute dem traditionellen stationären Handel Druck. Das Internet wird nicht nur als Informations- sondern auch als Absatzkanal an Relevanz gewinnen. Heutige Technologien wie Virtual Reality können künftig den Planungs- und Einkaufsprozess auch für den Endkunden erleichtern und dem Online-Handel im Möbelsegment einen richtungsweisenden Schub verleihen.” Außerdem führt er fort: „Unsere Analyse zeigt, dass das Markenpotenzial nicht nur für den Handel, sondern auch für die Hersteller vorhanden ist. Gerade in der Online-Kommunikation gibt es vielfach Möglichkeiten die entsprechenden Zielgruppen effizient anzusprechen und vorhandenes Sales-Potenzial stärker auszuschöpfen.“

Das Management Summary zur Studie kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

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