Keynote Speaker Justin Cutroni: „Google Analytics ermöglicht, sämtliche Daten zu verknüpfen”
Justin Cutroni, Analytics Evangelist bei Google, eröffnete am 23. Februar 2016 die Google Analytics Konferenz, die in Kooperation mit der etailment WIEN stattfindet, mit der Keynote zum Thema „Digital Analytics: Past, Present and Future“. Darin widmete er sich nicht nur dem Weg sondern auch der Zukunft von Digital Analytics.
Justin Cutroni, Analytics Evangelist bei Google eröffnete die Google Analytics Konferenz in Kooperation mit der etailment WIEN (Foto: Bernhard Bergmann / Werbeplanung.at Verlag)
Daten und entsprechende Technologien haben sich in den letzten Jahren weitgehend entwickelt und ermöglichen völlig neue Wege für Digital Analytics. Dabei hob Cutroni vor allem Multi Channel Funnels und Attribution Modelling hervor. Data Integration macht unterschiedlichste Analytiken möglich und spielt auch vor allem für Marketing Teams eine wichtige Rolle. Dadurch wird ermöglicht, die richtige Zielgruppe zu erreichen und entsprechende Daten bereitzustellen um „die richtige Message an das richtige Publikum zum richtigen Zeitpunkt“ zu senden. Aus Google Analytics Sicht ermöglicht Data Integration die Verknüpfung von First Party Data mit Google Analytics Daten. So erhalten Unternehmen nicht mehr nur Einsicht in Transaktionen im Web, sondern auch darin, wie mit sämtlichen Userdaten umgegangen wird. Als Beispiel führte Cutroni die Warenhauskette Galerie Lafayette an. Es sollte untersucht werden, wie das offline Geschäft vom online Business beeinflusst wird. Dazu wurden mit Hilfe von Kundenkarten Daten über Vorgänge auf der Website und auf Apps gesammelt und durch Google Analytics mit den Interaktionen im Store verknüpft. So erhält das Unternehmen alle Daten auf einen Blick.
Auch 3rd Party Data Integration wird mit Digital Analytics ermöglicht. Das slowenische Unternehmen Big Bang wollte wissen, ob das Wetter Kaufentscheidungen der Konsumenten beeinflusst und zeigte daher auch Wetterberichte auf der eigenen Webseite. Google Analytics sammelte typische Daten zu Kundentransaktionen auf der Internetplattform sowie zum akutellen Tageswetter. Dadurch konnte festgestellt werden, dass bei schlechtem Wetter mehr gekauft wird.
Personalisierung schafft individuelle Kundenerlebnisse
Die heutige Technologie schafft weiters auch Voraussetzungen für Personalisierung. Es geht darum, Kunden die passenden Nachrichten zum idealen Zeitpunkt zukommen zu lassen. Dafür ist es laut Cutroni wichtig, unterschiedliche Kundengruppen zu selektieren und sie nach ihren Interessen einzuteilen um sie dementsprechend individuell zu betreuen. Vor allem für entsprechende Werbeschaltungen ist dies wichtig, da eine an Kundeninteressen angepasste Werbung weit mehr Erfolg erzielt.
Als weiteren Punkt konzentrierte sich Justin Cutroni auf Machine Learning und die Evolution dahinter. Bereits 68 Prozent der Analytiker wollen mehr Geld in diesen Bereich investieren. SmartGoals, eine frühzeitige Anwendung, konzentriert sich auf spezifische Traffic Quellen und sagt anschließend voraus, wer konvertiert und wer nicht.
Abschließend betonte Cutroni die Relevanz der richtigen Leute im Bereich Digital Analytics. Denn „Menschen machen die Arbeit. Sie machen den Unterschied.“ Maschinen und Technologien werden die Menschen nie ersetzen können. Und so erstaunlich Tools auch sein können, sind es die Menschen dahinter die zählen und die vermehrt mit Analytics vertraut gemacht werden müssen.



