nach oben

Studie: Jeder zweite Österreicher holt sich im Geschäft Informationen über das Smartphone

Gepostet in Player, Studien1 Tag alt • Geschrieben von Eva WenzelhuemerKeine Kommentare

Die Mobile Marketing Association Austria (MMAA) und MindTake Research präsentieren die neue Studie zur Smartphone-Nutzung. Mehr als die Hälfte der Österreicher holt sich auch beim Shoppen im stationären Handel Informationen über das Smartphone.

MAA Austria

Andreas Martin und Harald Winkelhofer von der MMA Austria, die die Studie in Auftrag gab, nutzen auch Smartphones. Fotocopyright: MMA

Zum zehnten Mal veröffentlichen die Mobile Marketing Association Austria und MindTake Research den Mobile Communications Report 2016 zu den mobilen Nutzungsgewohnheiten der Österreicher. Key-Findings sind: Die Smartphone Nutzung steigt auf 92 Prozent der Befragten an, mobile Werbung wird von fast der Hälfte häufig wahrgenommen und mehr als 36 Prozent nutzen Kundenkarten Apps.

Mobile Advertising wird wahrgenommen: 79 Prozent nehmen mobile Werbung sehr bis weniger häufig wahr, wenn sie zum Inhalt passt, finden das 24 Prozent gut. Nur wenige wollen mobile Werbung kostenpflichtig blockieren, obwohl 78 Prozent (2015: 81 Prozent) der mobilen Internet-Nutzer Werbung am Handy als störend empfinden.

Shopping-Apps boomen: Hofer, Ikea und Amazon

Man könnte sagen ein Smartphone ohne App ist kein Smartphone, 94 Prozent verwenden Apps, davon nur wenige kostenpflichtig. Auch für den stationären Handel werden Smartphones immer wichtiger. Das zeigt sich an den Zahlen der mobilen Internet-Nutzer, die online Preise vergleichen (60 Prozent), die mit dem Handy ein bestimmtes Geschäft suchen (59 Prozent) oder sich über Produkte informieren (58 Prozent). Die beliebtesten E-Commerce-Apps der Österreicher sind Amazon (64 Prozent) und willhaben (60 Prozent).

„Das Smartphone ist ein nützlicher Helfer beim Einkauf im stationären Handel. Mehr als die Hälfte greift beim Einkauf im Geschäft zum Smartphone, jeweils rund zwanzig Prozent recherchieren nach Produkten, informieren sich über Aktionen des Geschäftes oder legen sich mobile Einkaufslisten an“, erklärt Andreas Martin, Präsident der Mobile Marketing Association und Studienleiter des Mobile Communications Report. Die beliebtesten Einzelhandels-Apps der Nutzer sind: Hofer (28 Prozent), vor Billa (23 Prozent) und dm (19 Prozent). Bei den Möbelhaus-Apps führt Ikea (19 Prozent), vor XXXLutz (13 Prozent) und Möbelix (12 Prozent). 44 Prozent jener, die am Handy Preise vergleichen, tätigen den Kauf dennoch stationären Handel, wenn Produkte nicht wesentlich teurer sind als Online. Am ehesten direkt über das Handy gekauft, werden Bekleidung und Schuhe (44 Prozent), sowie Elektrogeräte (34 Prozent). Dabei sind aber auch Geschlechtsunterschiede zu beobachten: Nummer eins bei Frauen sind Bekleidung und Schuhe (61 Prozent), bei Männern liegen elektronische Geräte (51 Prozent) ganz vorne.

„Paradigmenwechsel im Handel“

Zumindest bei einigen, vor allem bei Messenger-Apps, haben User die Push-Funktion aktiviert, Tipps zur Umgebung nutzen die meisten. Mithilfe der Standortbestimmung durch GPS können Apps Hinweise geben und Angebote und Aktionen von Geschäften in der Nähe gefunden werden. „Der Paradigmenwechsel im Handel ist eingeleitet. Und er bedeutet nicht, dass alles Neue das Alte ersetzt. Es geht um die Kombination von Offline und Online mit einem klaren Mehrwert für den User. Damit das gelingt, gibt es vier Erfolgsfaktoren: Technologie, Integration von Offline und Online, Data und Kreativität. Die User sind bereits stark in der Nutzung vorangeschritten. Nun ist es höchst an der Zeit intelligente und durchdachte mobile Dienstleistungen und Verknüpfungen seitens des stationären Handels nachzuziehen“, erklärt Harald Winkelhofer, Präsident der Mobile Marketing Association Austria. Eine Erklärung, warum man sich zwar am Handy über Produkte informiert, diese jedoch nicht über das Smartphone kauft, liegt vor allem in der Usability und Sicherheitsbedenken der Nutzer.

Der Mobile Communication Report 2016 wurde in Kooperation zwischen der MMA Austria und MindTake Research mithilfe des Online-Panels von MindTake Research im Mai und Juli 2016 durchgeführt. Repräsentativ für die österreichische Bevölkerung wurden 1.015 österreichische Internet-NutzerInnen zwischen 15 und 69 Jahren befragt.

Der gesamte Report steht hier zum Download bereit.

TAGS: , , , , , ,

Antwort hinterlassen