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Mobile Payment: Welche Funktionen der Messenger in Zukunft übernehmen könnte

Gepostet in Payment6 Tagen alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Ein Software-Code im Messenger von Facebook legt nahe, dass die App in Zukunft bald auch für In-Store-Käufe zur Verfügung stehen könnte. Welche Chancen hat der Messenger am Payment-Markt? www.etailment.at hat die wichtigsten Pressestimmen für Sie zusammengefasst.

Bildquelle: newsroom.fb.com

Bildquelle: newsroom.fb.com

„Zu diesem Zeitpunkt ist es noch nicht einzuschätzen, ob Facebook tatsächlich selbst als Bezahldienst auftreten möchte, oder vielmehr mit anderen Unternehmen wie etwa Apple kooperiert“, schreibt etwa Giuseppe Paletta auf onlinehaendler-news.de. Vor allem in der Kombination mit dem Buy-Button, der bereits von Facebook getestet wurde, sieht Palette „für das soziale Netzwerk viele Optionen in Sachen Payment“.

Besserer Zugriff auf Daten der Kunden

Nach Angaben von Facebook hat der Messenger weltweit rund 800 Millionen User. Laura Melchior schreibt auf Internetworld.de: „Diese Reichweite würde den Mobile-Payment-Markt ordentlich aufmischen. Insbesondere kleinere Mobile-Payment-Anbieter könnten bei einer solchen Konkurrenz schnell den Kürzeren ziehen.“ Vor allem in Verbindung mit den Buy Buttons könnte sich Facebook somit stark in Richtung Verkaufsplattform entwickeln, wie Melchior betont. Facebook hätte somit auch einen besseren Zugriff auf die Daten der Kunden. „Kein Nutzer müsste die Website mehr verlassen, um einen Kauf zu tätigen. Die Vorteile für Facebook wären immens, denn die Verweildauer der User wäre länger und das Social Network könnte weitere interessante User-Daten speichern“, gibt Melchior zu verstehen und sagt weiter: „Mit Hilfe dieser Daten könnte Facebook Werbung noch gezielter ausspielen.“

Für Leena Rao von Fortune will Facebook stärker in die Welt der Konsumenten eindringen, den Messenger zu einem normalen Bestandteil der Customer Journey machen: „Mit der Anbindung an den Commerce lehnt sich das soziale Netzwerk an beliebte asiatische Messaging Apps wie etwa WeChat an, mit der chinesische User Waren ordern, ein Taxi bestellen oder Geld mit Freunden transferieren können.“ Händler könnten den Messenger verstärkt als Kanal nutzen, um mit ihren Kunden hinsichtlich ihres Einkaufs und der Zustellung zu kommunizieren. Weiters könnte Facebook den Händlern in Zukunft auch die Möglichkeit anbieten, im Messenger mit Anzeigen zu werben.

Konkurrenz zu Google um Werbedollar

Jinger Jarrett von inquisitr.com schreibt, dass Mobile Payment zwar „big business“ bedeutet, gleichzeitig aber einige Zeit und Ressourcen zum Start benötigt, um den Messenger Payment-tauglich zu machen. Für Jarrett könnte Google starke Konkurrenz durch Facebook bekommen, wenn es um die Verteilung der Werbedollar geht. Auch Parmy Olson von Forbes mutmaßt, dass Facebook zum direkten Konkurrenten von Google werden könnte. Unternehmen würden dann ihre Visibility im Messenger erhöhen, um über diesen dann den Kontakt über den Kunden zu suchen.

Robert Harrow ist auf valuepenguin.com ebenfalls der Meinung, dass Facebook bei der Implementierung mit einigen Hürden zu kämpfen hätte. Für die geeignete Infrastruktur müsste Facebook erst einmal eine Kooperation mit einem Finanzinstitut in die Wege leiten. Als Beispiel wird die Kooperation von Discover Financial mit Apple Pay angeführt, für dessen Einigung das Unternehmen mehr als ein Jahr benötigte. Harrow resümiert zum Abschluss: „Ob die Pläne von Facebook nun umgesetzt werden oder nicht, eines ist sicher: Durch das steigende Interesse in Digital Wallets, sowohl auf der Business- als auch der Konsumentenseite, werden die User künftig eine Vielzahl an Möglichkeiten haben.“

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