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The next big thing: Warum Google-Shopping-Ads immer wichtiger werden

Gepostet in Marketing9 Monate alt • Geschrieben von RedaktionKeine Kommentare

Google Shopping bietet für Konsumenten als auch Online-Händler eine Reihe an Vorteilen. Reinhard Einwagner, Produktmanager bei Whoop!, einer von Smarter Ecommerce entwickelten Software, erläutert in einem Gastkommentar die Gründe für den Vormarsch der Suchmaschine für Produkte.

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Reinhard Einwagner ist Produktmanager bei Whoop!, einer von Smarter Ecommerce entwickelten Bid-Management-Software für Google Shopping. (Foto: Smarter Ecommerce)

Ein Produktkatalog ohne Bilder wäre langweilig. Sie möchten ja wissen wie ein Schuh aussieht, bevor Sie ihn kaufen. Googles Produktsuche – Google Shopping – ermöglicht Ihnen genau das: Damit können Sie online nach Produkten suchen und erhalten Auskunft unter anderem über das Produkt, den Preis und ein Produktbild. Der Vorteil für Käufer: Ein angenehmeres Einkaufserlebnis und mehr Produktinformationen.

Für Verkäufer ist Google Shopping ganz besonders interessant. Als Werbemethode, die speziell für Online-Händler entwickelt wurde und Mitte 2012 von einem kostenlosen Modell auf ein Bezahlmodell umgestellt wurde, erfreut sich Google Shopping stetig wachsender Beliebtheit. Dies kommt nicht von ungefähr. Google liefert mit Shopping ein sehr einfach zu verwaltendes Werbesystem und zudem eine großartige Werbeeffizienz, die für Online-Händler in diesem Ausmaß noch nicht von Google Adwords bekannt war.

Dass Google Shopping auf dem Vormarsch ist, beweist die stetige Ausbreitung über den gesamten Globus. Nachdem bis Mitte 2012 Google Shopping in drei Ländern (USA, UK und Deutschland) freigeschaltet wurde, ist das Tool mit heutigem Tag weltweit in 23 Ländern verfügbar.

Was Google Shopping so erfolgreich macht

Ein klarer Vorteil von Google Shopping ist die Darstellung der Ads mittels Produktbild und zugehörigem Preis. Dadurch haben die Benutzer umgehend die wichtigsten Infos auf der Suchergebnisseite. Google legt dabei großen Wert auf die Richtigkeit der Angaben, um User nicht nach einem Klick auf eine Shopping Ad zu enttäuschen.

Nutzer verwenden Google zunehmend als Einstiegspunkt für Ihre Produkt-Recherchen, auch wenn kein umfassender Preisvergleich möglich ist. Dabei wird oft produktspezifisch gesucht (zum Beispiel „Nike Free 5.0“ statt „Laufschuhe“). Produktspezifische Suchanfragen deuten tendeziell darauf hin, dass die Benutzer in ihrem Kaufprozess weit fortgeschritten sind, wodurch die Kaufwahrscheinlichkeit nach einem Klick deutlich steigt. Dies erhöht ebenfalls die Effizienz eines auf einem Klickpreis basierten Modells.

Das Google AdWords-Interface ermöglicht eine einfache Steuerungsmöglichkeit der Shopping-Kampagnen. Man kann für verschiedene Sortimentsteile das gewünschte Klickgebot angeben und so die Ausgaben zielgerecht steuern. Das geht sogar so weit, dass auf jedes einzelne Produkt ein selbst gewähltes Gebot abgegeben werden kann. Die Verwaltung einer solchen einzelprodukt-orientierten Kampagne ist definitiv die größte Herausforderung des Google-Shopping-Managements, da dies ohne entsprechende Tools sehr aufwändig, bei mehreren tausend Produkten im Shop sogar unmöglich ist.

Vielseitige Plattform mit Potenzial

Google Shopping ist jedoch kein isoliertes Werkzeug, sondern wird zunehmend in andere Werbeformate integriert – zum Beispiel im Remarketing oder seit kurzem auch als Beta in YouTube-Videos. Beim Remarketing werden Produkte, die man sich vor Kurzem angesehen hat, auf verschiedenen Webseiten, die Teil des Google Display Networks sind, erneut in Bannern angezeigt.

Bald wird es für Werbende die Möglichkeit geben, Produkte auch in YouTube-Videos einzubetten, wenn Google mit hoher Sicherheit sagen kann, dass ein Produkt aus dem Google Shopping Feed mit dem Inhalt des Videos übereinstimmt. So können Händler in relevanten Videos Produktwerbungen platzieren – zum Beispiel eine Werbung für ein iPhone 6 in einem ensprechenden Testvideo.

Auch klassischen – auf Filialen orientierten – Händlern bietet Google Shopping einige Vorteile. Mit sogenannten Local Inventory Ads ist es möglich, mittels Datenfeeds das lokal in Filialen verfügbare Sortiment zu bewerben und Nutzern, die mobil bei Google nach Produkten suchen, den entscheidenden Hinweis zu geben, wo in der Nähe das Produkt verfügbar ist.

Bildquelle: http://adwords.blogspot.de/2015/03/how-will-your-store-reach-omni-channel.html

Bildquelle: http://adwords.blogspot.de/2015/03/how-will-your-store-reach-omni-channel.html

All diese Möglichkeiten bauen stark auf den Produktdatenfeed des Händlers auf. Der Feed ist also ein zentraler Enabler für diese und weitere auf Daten basierten Werbeformen. Es ist durchaus denkbar, dass in naher Zukunft auch Textanzeigen direkt via des Shopping Feeds bespielt werden können (erste Vorstöße von Google zeigen, dass bereits in diese Richtung gedacht wird).

Vorteile bei Käufern und Händlern

Das Ergebnis von Shopping Ads ist eine sehr zielgerichtete und für den Benutzer relevante Werbung, die von Händlern einfach und effizient verwaltet werden kann. Von Google Shopping profitieren also alle Akteure: Die Benutzer in Form von einfacher Produktsuche und relevanten Produktergebnissen, die Händler in Form von höherer Akzeptanz und Verwendung ihrer Leistungen und Google in Form von zufriedenen Nutzern sowie höheren Werbeeinnahmen.

Die Beliebtheit von Google Shopping wird von mehreren Studien bestätigt, die die Entwicklung von Shopping Ads beobachten. Im Digital Marketing Report der Rimm-Kaufmann Group wurde aufgezeigt, dass die Ausgaben für Google Shopping in den USA im Q3 2015 um 39 Prozent höher waren als im Vorjahresquartal. Diese Steigerung kam vor allem durch immenses Wachstum der Shopping Ads auf mobilen Endgeräten zustande, die im Vergleich zum Vorjahresquartal um 166 Prozent mehr Klicks verursachten.

Fazit: Google Shopping ist deutlich auf dem Vormarsch. Stetige Expansion in weitere Länder, gesteigerte Nutzung in bereits verfügbaren Ländern und neue Shopping Werbeformen treiben das Wachstum von Google Shopping immens voran. Als Online-Händler wird man sich mit Google Shopping beschäftigen müssen, um Umsatz und Reichweite zu steigern. Zumindest sollte man testen, welche Ergebnisse durch diesen Kanal erwirtschaftet werden können.

Um sich auf die gesteigerte Nutzung von Datenfeeds vorzubereiten, sollten Online-Händler an hochqualitativen, für Google Shopping optimierten Datenfeeds arbeiten. Hier kann man sich noch deutlich von der Konkurrenz abgrenzen. Ebenso ist ein Konkurrenzvorteil durch eine clevere Aussteuerung der Shopping Ads gegeben. Entscheidend ist die Frage, wie hoch der Klickpreis für die Anzeige eines Produktes gesetzt wird. Nachdem sich Produkte deutlich hinsichtlich Konkurrenzsituation, Marktnachfrage und Umsatzerwartung unterscheiden, ist eine adäquate Betreuung von Einzelprodukten unabdingbar, um den effizienten Einsatz des Werbebudgets zu garantieren.


Zur Person

Reinhard Einwagner ist Produktmanager bei Whoop!, einer von Smarter Ecommerce entwickelten Bid-Management-Software für Google Shopping. Als angesehener Experte schreibt er regelmäßig in Fachmedien über Goolge Shopping und Goolge AdWords und hält Vorträge im In- und Ausland. Er verfügt über Studienabschlüsse in Marketing und Electronic Business sowie Supply Chain Management.

Web: www.whoopapp.com
Web: www.smarter-ecommerce.com
Twitter: @whoop_app

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