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30. Digitaldialog: So stärkt sich der stationäre Handel durch digitale Innovationen

Gepostet in Technologie2 Tagen alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Am 28. April 2015 fand in Graz der 30. Digitaldialog statt, der sich dem Thema Smart Commerce widmete. Digitalisierung bietet auch dem stationären Handel zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung. Wie können digitale Technologien und Services den stationären Handel unterstützen? Diese Frage wurde in Vorträgen und einer anschließenden Diskussion beantwortet.

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V.l.n.r.: Dieter Matuschek (Marketing Leiter, ShoppingCity Seiersberg), Katharina Heil (Gründerin und CEO well Linked), Martin Schumann (Leiter Smart Commerce, evolaris), Peter Horvath (Partner, Institute of Brand Logic), Kristina Forstlechner (Gründerin und CEO Mützenmafia), Christian Kittl (Geschäftsführer evolaris). (Foto: Daniel Scherz)

Die Veranstaltung wurde durch ein Impulsreferat über digitale Innovationen im Handelsbereich von Martin Schumann, Leiter der Abteilung Smart Commerce bei evolaris, eröffnet. „Der stationäre Handel muss sich einfach trauen, Innovationen frühzeitig auszuprobieren und rasch zu lernen, denn der Onlinehandel schläft nicht und wird von Jahr zu Jahr stärker“, plädierte Schumann. Anhand lokaler und nationaler Best Practice Beispiele zeigte Schumann, wie Unternehmen auf die fortschreitende Digitalisierung reagieren können.

Die „Mützenmafia“ setzt auf familiären Kommunikationsstil

Kristina Forstlechner ist CEO und Gründerin des Grazer Unternehmens Mützenmafia. In ihrem Vortrag sprach sie über das Thema „Community-Building“ auf Social Media Plattformen. Ziel für Unternehmen sollte es sein, einen nachhaltigen Dialog für relevante Zielgruppen aufzubauen. „Mundpropaganda ist nach wie vor das Um und Auf, auch wenn diese heutzutage digital geschieht“, so Forstlechner. Ihr Unternehmen setze dabei auf einen nahezu familiären Kommunikationsstil.

Sieben Fehler bei der Transformation zum Omnichannel-Unternehmen

Peter Horvath, Partner des Institute of Brand Logic und davor langjähriges Vorstandsmitglied bei Leder & Schuh, zeigte sich als Befürworter des Vertriebs von Marken und Produkten über multiple Absatzkanäle, warnte jedoch vor strategischen Fehlern im Aufbau von Omnichannel-Brands. Im Zuge seines Vortrags nannte er sieben Fehler, die bei der Transformation von Unternehmen hin zu Omnichannel passieren können.

Gruppendiskussion zum Abschluss

„Bevor Unternehmen sich an digitale Kanäle heranwagen, müssen sie definieren, welches Produktportfolio überhaupt in den Online-Bereich passt und welches vielleicht doch im stationären Store besser aufgehoben ist“, sagte Katharina Heil, Gründerin und CEO der E-Business Agentur well Linked, bei der anschließenden Gruppendiskussion. Für Dieter Matuschek, Marketing Leiter des ShoppingCity Seiersberg, ist das Thema Content ein zentrales Element: „Die Generierung von geeigneten Inhalten für die verschiedenen Kanäle ist für die Organisation eine Herausforderung, andererseits dürfen auch die Kunden mit digitalen Informationen nicht überfordert werden. Zielgerichtete und nach Möglichkeit personalisierte Informationen bilden den entscheidenden Erfolgsfaktor.“ Einig waren sich alle Diskussionsteilnehmer darin, dass Unternehmen Mehrwert über beispielsweise mobile Anwendungen oder Bonussysteme bieten müssen.

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