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KMU-Händler setzen auf stationäre Beratung, vernachlässigen Online

Gepostet in Studien9 Monate alt • Geschrieben von RedaktionKeine Kommentare

Im Online-Bereich ist bei deutschen KMU-Händlern noch viel Luft nach oben, ergab eine Umfrage des ECC Köln. Während Online-Präsenz und Multi-Channel-Services für viele Einzelhändler noch eine geringe Rolle spielen, setzen einige nun verstärkt auf die Vorteile stationärer Geschäfte: Beratung und Einkaufserlebnis.

Wohin geht die Reise im deutschen KMU-Handel? Mit dieser Frage trat das ECC Köln an rund 400 deutsche Einzelhändler heran, um den status quo und Perspektiven des KMU-Handels festzuhalten. Die Auswertung zeigt: Aktuell betreiben sechs von zehn deutschen Händlern keinen eigenen Online-Shop und planen dies auch in Zukunft nicht. Haupthinderungsgründe sind der zeitliche Aufwand und die anfallenden Kosten. Rund acht Prozent der Händler sind dabei online gar nicht präsent und verfügen nicht einmal über eine Unternehmenswebsite. Obwohl knapp die Hälfte der befragten Händler in sozialen Medien aktiv ist – insbesondere zur Verbreitung von Produktinformationen – bleibt in Sachen Online-Präsenz des Einzelhandels also noch einiges an Potenzial übrig.

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Die Mehrheit der befragten Einzelhändler glaubt nicht, dass Online-Shops an das Einkaufserlebnis in stationären Geschäften herankommen werden.

Mit Service-Offensiven gegen den Frequenzrückgang

Der Frequenzrückgang im stationären Handel beschäftigt auch die kleinen und mittleren Händler. Um auch in Zukunft genügend Kunden ins stationäre Geschäft zu locken, setzt die Mehrheit der Befragten vor allem auf die Stärken des stationären Einzelhandels: Hochwertige Beratung sowie ein emotionales Einkaufserlebnis. Diese Services sehen die befragten Händler als klaren Vorteil: Rund 63 Prozent glauben nicht, dass Online-Shops dem stationären Handel in puncto Einkaufserlebnis zukünftig das Wasser reichen können.

Was KMU für die Handelszukunft erwarten

Rund 94 Prozent der befragten deutschen Händler erwarten, dass die Bedeutung mobiler Endgeräte zunehmen wird, zum Beispiel durch Mobile Payment in stationären Geschäften (48 Prozent). Dennoch verfügen aktuell nur 44 Prozent über eine mobil optimierte Website. Zudem glaubt nur jeder Zweite, dass ausschließlich Händler, die auf Multi-Channel-Kundenansprache setzen, dauerhaft erfolgreich sein werden. „Das ist ein erschreckend geringer Anteil“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. „Aktuelle Studien zeigen deutlich, dass ein Großteil der Kunden schon heute während eines Kaufvorgangs nahtlos von einem Kanal zum nächsten wechselt. Cross-Channel ist kein Hype sondern eine klare Konsumentenanforderung. Nicht jeder Händler benötigt dabei auch gleich einen eigenen Online-Shop, aber eine Unternehmenswebsite mit Kontaktmöglichkeiten, Öffnungszeiten und Sortimentsinformationen ist auch im inhabergeführten Einzelhandel Pflicht, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“

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