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„Last Cookie wins“: Letzter Kontaktpunkt für Händler noch immer am wichtigsten

Gepostet in Studien1 Monat alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Eine Umfrage von Become Europe unter mehr als 1.000 Online-Händlern in Deutschland zeigt auf, dass noch immer viele Händler im Netz die Customer Journey bei der Analyse nicht ausreichend beachten.

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Nur 29 Prozent der Befragten befürworten die gerechte Belohnung aller an einem Klick beteiligten Parteien. (Quelle: Become Europe)

Für viele deutsche Online-Händler zählt noch immer vorwiegend der Grundsatz „Last Cookie wins“, sprich der letzte Kontaktpunkt des Kunden vor dem Kauf wird als entscheidend erachtet. Die Kontaktpunkte innerhalb der Customer Journey werden demnach in vielen Fällen noch immer nicht ausreichend berücksichtigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Become Europe, ein Tochterunternehmen der Become Inc. und Netzwerk für Produkt-Ads. Befragt wurden mehr als 1.000 Online-Händler in Deutschland. Demnach befürworten 29 Prozent der Händler, dass in Zukunft alle an einer Transaktion beteiligten Parteien gerecht belohnt werden, 21 Prozent wollen keine Änderungen am bestehenden System. 50 Prozent der Befragten, die dem bestehenden System nicht zustimmen, gaben an, schon einmal Tracking genutzt zu haben beziehungsweise mit dem Aufsetzen eines solchen Systems beschäftigt zu sein.

Eine Kaufentscheidung kann sich über Wochen hinstrecken, dabei werden unter anderem Webseiten mit Testberichten und Preisvergleichen oder etwa die Hersteller- und Händler-Website besucht. Der Händler sieht meist nur die eigene Performance aber nicht das Zusammenspiel der verschiedenen Advertiser oder Kanäle, die zum Kontakt oder Kauf geführt haben. „Die Customer Journey liefert für jeden werbetreibenden Händler wichtige Informationen über das Kaufverhalten seiner Kunden“, erklärt Michael Rausch, General Manager Europe and North America bei Become Europe, und sagt weiter: „Nur so lassen sich die einzelnen Werbekanäle effektiv vergleichen und auch bewerten. Aus unserer Sicht liefert das Prinzip „Last Cookie wins“ kein brauchbares Bild um eine effektive Werbeplanung durchzuführen, da es Rückschlüsse zulässt, die bei genauerem Betrachten so gar nicht stimmen und letztendlich zu Fehlentscheidungen führen“.

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