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Runners Point: Der lange Run zum Multichannel

Gepostet in Player7 Monate alt • Geschrieben von Olaf KolbrückKeine Kommentare

Runners-Point-Der-lange-Run-zum-Multichannel-9760-detailAuf der „cum grano salis“ zu lesenden „Todesliste“ des Handels von Wirtschaftswoche und Wieselhuber & Partner reichte es für Runners Point noch für einen ehrbaren Platz im hinteren Feld (Platz 27). Zwar muss sich der Filialist zunehmend gegen Zalando, Marktplätze und die Portale von Markenherstellern erwehren, doch mit seinen auf Erlebnis und Service ausgerichteten Filialen und einem eng verknüpftem Webshop läuft es für Runners Point immer noch gut. Auch weil die Recklinghausener zu den Frühstartern in Sachen Multichannel gehören.

Mehrkampf, das ist die Überlebensstrategie von Runners Point.

In den Filialen beispielsweise durch eine professionelle Laufberatung mit modernster Computertechnik und Erlebnis-Mehrwert durch Projekte wie „Runners Point World of Running“ samt einer 15 Meter langen und weltweit einzigartigen Analyselaufbahn wie sie im Store in Dortmund zu sehen ist.

Runners Point: Der lange Run zum Multichannel

Laufbahn und Videowand

Service, der sich mit technischen Mitteln auch ins Web übersetzen lässt. Im Webshop hilft ein professionell wirkender Laufschuhberater mit umfassenden Erklärungen und individuellen Einstellmöglichkeiten bei der Suche nach dem passenden Schuh. Ein überzeugendes Konzept.

Da fragt es sich, warum Runners Point nicht mit einer passenden App auf den Trend der Fitness-Tracking Apps aufspringt und derlei Systeme dann als Service integriert.

Den Kunden jedenfalls behagt das breite Service-Angebot der Kette im Web. In der ECC-Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce – Deutschlands Top Online-Shops Vol. 3“ kommt der Servicebereich aus Konsumentensicht besonders gut weg.

Runners Point: Der lange Run zum Multichannel

Wie geht der Kunde? Der Kunde der geht so …

Verlängerung der Ladentheke

In Stores wiederum werden Tablets als Verlängerung der Ladentheke genutzt, werden Touchscreen-Terminals eingesetzt, die den Kunden direkten Zugriff auf andere Angebote der Gruppe bieten. Die Kiosksysteme bieten das Gesamtsortiment auf. Der Kunde kann dort bestellen, die Ware nach Hause oder in die Filiale liefern lassen. Im Webshop selbst bleibt Click & Collect unsichtbar. Da hat die Kette also noch Luft nach oben.

Runners Point: Der lange Run zum Multichannel

Tablets griffbereit in der Lounge

Um den Online-Kunden wiederum für den Service im Laden zu faszinieren, gibt es im Web neben einem Video auch einen virtuellen Rundgang durch die Laufwelt.

Natürlich gibt es auch zu Top-Produkten Erklärbär-Videos, die allerdings gerne etwas pfiffiger sein dürften.

Optimierungspotenzial bietet auch das Online-Magazin, dessen Usability eher an einen Schuh erinnert, der zwei Nummern zu klein ist, weil es eine Ladezeit wie eingeschlafene Füße hat, wenn man einem Produkt in den Shop folgen will.

Lebhafte Online-Community

Umso überzeugender wirkt dagegen der Umgang mit der Online-Community in einem recht belebten Experten-Blog  und auf der aktivierend gestalteten Facebook-Fanpage. Beide Auftritt sind zudem erfrischend zurückhaltend in Sachen PR.

Runners Point: Der lange Run zum Multichannel

Live-Beratung bei Facebook

Mit Location Based Services ist der Filialist hingegen längst in der Bahn. In Düsseldorf beteiligt sich Runners Point gerade an einem Pilotprojekt des Marketing-Dienstleisters Gettings, das den Einsatz von mobilen Coupons und Werbe-Nachrichten per Beacon erprobt.

Diese Präsentation zur Multichannel-Strategie von Runners Point ist zwar von 2013, vieles davon inzwischen umgesetzt, gleichwohl lässt sich daran gut die Bandbreite der Aufgaben bei der Umsetzung einer Multichannel-Strategie ablesen.

Multichannel-Strategie – Wie der POS erfolgreich mit dem Online-Shop vernetzt und “Multichannel gelebt” wird | Otto Hurler, RUNNERS POINT Warenhandelsgesellschaft mbH Recklinghausen, auf dem 4. Shopper Marketing Kongress


Runners Point

2013 übernahm der New Yorker Sportartikel-Händler Foot Locker den Sportfilialisten Runners Point für 72 Mill Euro. Die Übernahme des Unternehmens, das 2012 mit rund 200 Runners Point- und Sidestep-Filialen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden sowie dem Online-Geschäft unter Tredex rund 197 Mill. Euro umsetzte, ist Teil der laufenden Europa-Expansion von Foot Locker. Das Tochterunternehmen Tredex in Recklinghausen, das den Online-Verkauf abwickelt, konnte die Erlöse 2012 um 63% auf knapp 22 Mill Euro steigern.

Diesen Beitrag haben wir von etailment.de übernommen.

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