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Studie “Digital Dopamine”: Razorfish zeigt 5 weltweite E-Commerce-Trends

Gepostet in Studien5 Monate alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Die Studie “Digital Dopamine” der Agentur Razorfish hat die digitalen Märkte in den USA, Großbritannien, China und Brasilien untersucht und liefert fünf Trends, die für den globalen E-Commerce von Bedeutung sind. Im Zuge dessen wurden die Unterschiede zwischen den Ländern sowie der Generationen beleuchtet. 

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Quelle: Razorfish

Mit “Digital Dopamine” veröffentlicht die internationale Digital-Agentur Razorfish eine Studie, die sich nicht nur mit den Unterschieden zwischen den Generationen in der digitalen Nutzung beschäftigt, sondern ebenso Unterschiede zwischen Ländern wie den USA und Großbritannien und aufstrebenden Schwellenländern wie China und Brasilien gegenüberstellt. Befragt wurden im Zuge der Studie 1.680 Internetnutzer in den vier Märkten. Dabei hat Razorfish fünf wichtige Trends im E-Commerce erarbeitet.

Der Unterschied zwischen den Generationen

Mobile Geräte dominieren das Einkaufserlebnis der Millenials – dies ist auch mit den neuen Möglichkeiten des mobilen Bezahlens verbunden. Außerdem verschwinden die Unterschiede zwischen Online und Offline für die Generation der Millenials immer mehr, Technologie wird zu einem Teil des alltäglichen Lebens. In den USA besitzen 83 Prozent ein Smartphone, in den USA 90 Prozent.

Oftmals werden die Unterschiede zwischen den Millenials und der Generation X im Marketingbereich unterschützt. So geben etwa 56 der Millenials in den USA an, dass ihr Telefon das wichtigste Shopping Tool ist, wenn sie sich im Geschäft befinden, jedoch nur 28 Prozent der Generation X. In Großbritannien liegen die Zahlen bei 42 und 25 Prozent. Ebenfalls machen sich die Millenials weniger Gedanken über die Verletzung der Privatsphäre.

Konsumenten wollen “Digital Experience”

In den vier untersuchten Märkten gibt eine große Zahl an, Werbung so gut es geht zu vermeiden: Mehr als 50 Prozent der Befragten in Großbritannien und USA sowie 69 Prozent der Konsumenten in China sagen, dass sie „alles tun, was in ihrer Macht steht“, um Werbung zu vermeiden. Ebenso scheint Mundpropaganda in vielen Märkten wichtiger zu sein als traditionelle Werbung. In China ist Mundpropaganda für 79 Prozent eine wichtige Informationsquelle – jedoch liegt dieser Wert bei traditioneller Werbung wie TV, Radio und Print in China nur bei 20 Prozent. 57 Prozent der Brasilianer geben in der Studie hingegen, dass traditionelle Werbeformen am einflussreichsten auf sie wirken.

Für viele Konsumenten ist Zeit heutzutage wertvoller als Geld. Wenn sich also Kunden mit Marken beschäftigen, erwarten sie sich von diesen auch einen Nutzen. So denken etwa 72 Prozent der US-Amerikaner und 92 Prozent der Brasilianer, dass es für Marken wichtig ist, treue Kunden zu belohnen. Da die Möglichkeiten immer mehr zunehmen, wollen Kunden für ihre Markentreue auch belohnt werden. Marken müssen also nützlich sein und das Leben der Menschen somit merklich verbessern beziehungsweise vereinfachen. 95 Prozent der Brasilianer geben an, dass es für sie wichtig ist, dass Marken ihr Leben leichter machen.

Nahtloser Omnichannel-Commerce

On- und Offline-Handel wachsen immer stärker zusammen. Auch die Unternehmens-Website ist für das Image von großer Wichtigkeit: Laut den Autoren der Studie geben 84 Prozent der Befragten in Brasilien, 92 Prozent in China, 73 Prozent in den USA und 79 Prozent in Großbritannien an, dass sich eine schlechte Website eines Unternehmens auf ihre Meinung über die Marke auswirkt. Gleichzeitig werden die Erfahrungen der Kunden immer größer. Es wird dadurch für die Unternehmen schwieriger, die Kunden zu beeindrucken.

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Ein Großteil der Befragten erwartet von den meisten Online-Shopping-Seiten Verbesserungen. In China liegt dieser Wert mit 87 Prozent besonders hoch. (Quelle: Razorfish)

Der Handel sucht nach Bequemlichkeit, die über alle Kanäle hinweg funktioniert. Jedoch ergeben sich zwischen On- und Offline-Handel noch immer einige Reibungspunkte. Eine Großteil der Befragten der vier Länder gibt an, dass die meisten Online-Shops Verbesserungen benötigen: In China liegt diese Zahl mit 87 Prozent besonders hoch, dahinter folgt Brasilien mit 79 Prozent, USA (52 Prozent) und Großbritannien (50 Prozent) liegen zwar deutlich dahinter, die Zahlen geben aber trotzdem Spielraum nach oben. Außerdem bestimmen für die Mehrzahl der Befragten der Länder die Höhe der Versandkosten, ob online bestellt wird oder nicht. In Brasilien liegt diese Zahl mit 90 Prozent besonders hoch.

Digitale Kommunikation beeinflusst emotional

Ein digitales Markenerlebnis kann Konsumenten auch auf einem biologischen oder emotionalen Level berühren und somit zur Markentreue beitragen. So geben etwa 82 Prozent der Chinesen an, dass sie aufgeregter sind, wenn sie Produkte online kaufen, als wenn sie diese in stationären Geschäften erwerben. In den USA (76 Prozent), Großbritannien (72 Prozent) und Brasilien (73 Prozent) liegen die Zahlen fast genauso hoch. Dabei ist es vielen Kunden anscheinend gar nicht so wichtig, ein Produkt sofort zu erhalten – die Vorfreude und Erwartung darauf kann ebenso eine wichtige Rolle spielen.

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Auch die Vorfreude auf ein Produkt spielt eine wichtige Rolle im Online-Handel: So geben 82 Prozent der Befragten in China an, bei einem Online-Kauf aufgeregter zu sein als beim Kauf im stationären Handel. (Quelle: Razorfish)

Wachstumsmärkte befinden sich auf der Überholspur

Die Ansprüche der Konsumenten in Brasilien und China haben höhere Ansprüche an Technologie-basierte Erlebnisse und dies, obwohl die Internetverbreitung in den beiden Ländern vergleichsweise gering ist – 46 Prozent in China und 53 Prozent in Brasilien. In Ländern mit geringer Internetpenetration sind die Anforderungen an digitale Services und Websites hoch. In Brasilien und China ist somit die Verbesserung im Bereich E-Commerce besonders wichtig.

Während die digitale Kluft zwischen Millenials und der Generation X in Ländern wie den USA oder Großbritannien entsprechend hoch ist, ist diese Lücke in Brasilien und China geringer. 87 Prozent der Befragten aus China und 79 Prozent der Brasilianer gaben an, dass sie sich oftmals abhängig von Technologie fühlen und somit ihre Verbundenheit zu diesem Markt zeigen. Ebenfalls besteht in diesen beiden Ländern ein hoher Wunsch danach, den gesamten Haushalt durch das Internet zu kontrollieren (84 Prozent in China und 79 Prozent in Brasilien) sowie mobil zu bezahlen (90 Prozent in China und 80 Prozent in Brasilien). Bezogen auf die Kontrolle des Haushalts liegen diese Zahlen in den USA und Großbritannien mit 57 und 52 Prozent klar dahinter. Auch im Bereich Mobile Payment liegen die USA (57 Prozent) und Großbritannien (55 Prozent) gegenüber China und Brasilien weit zurück.

“Aus den Studienergebnissen wird deutlich, dass Marken sich das digitale Dopamin zu Nutze machen müssen, um mit ihren Kunden in Verbindung zu treten und relevant zu bleiben. Es geht darum, genau zu verstehen, wie unterschiedlich die einzelnen Generationen und Märkte mit digitaler Technologie interagieren. Oder besser gesagt: Es reicht nicht mehr aus, der Welt Versprechungen zu machen, ohne gleichzeitig auch einen echten Mehrwert zu liefern “, so Sascha Martini, CEO Razorfisch Deutschland. Die gesamte Studie ist unter diesem Link verfügbar.

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