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Fashion-Branche als Vorreiter bei den Hersteller-Online-Shops

Gepostet in Studien1 Jahr alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Eine Untersuchung des ECC Köln und dem E-Commerce Dienstleister 004 hat sich mit den Hersteller-Shops im Netz beschäftigt. Während im Bereich Mode bereits das Potenzial größtenteils ausgeschöpft wird, ist der Reifegrad etwa im FMCG-Bereich noch eher gering. Das größte Zukunftpotenzial herrscht in der Branche der Hersteller von Lebensmitteln, Bauprodukten und Autozubehör.

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Quelle: ECC Köln/004

Immer mehr Hersteller setzen auf den Online-Vertrieb ihrer Produkte und suchen so den direkten Kontakt mit dem Kunden. Dieser Kanal ermöglicht ebenfalls Imagebildung sowie Leistungen im Servicebereich. Welche Vorteile der Hersteller-Shops schätzen die Kunden am meisten? Vor allem ausführliche Informationen zum Markenprodukt sowie besondere Service-Leistungen des Herstellers sind bei den Kunden beliebt. Der Handel profitiert von der Imagepflege und der Informationsleistung von der Hersteller-Shops im Netz. Mit diesem Thema hat sich eine Kurzstudie „Hersteller Online: Potenziale 2020 – Rising Stars des Online-Handels?“ des ECC Köln und dem E-Commerce Dienstleister 004 beschäftigt.

Fashion-Branche als Vorreiter

Als Vorreiter auf diesem Gebiet gilt die Fashion-Branche mit ihrem hohen Vertikalisierungsgrad online. Hersteller von Consumer Electronics sind ebenfalls schon zahlreich mit eigenen Shops im Netz aktiv. Die Sortimentsbereiche Heimwerken & Garten und Fast Moving Consumer Goods (FMCG) haben noch Entwicklungsbedarf – bezogen auf den Hersteller-Online-Vertrieb besteht hier der geringste Reifegrad. Das größte Potenzial für Hersteller im Online-Vertrieb besteht laut Studie in den Bereichen Lebensmittel, in der Baubranche und auf dem Markt für Autozubehör. 2020 wird der Umsatz von Hersteller-Online-Shops im Bereich Heißgetränke auf rund 760 Millionen Euro geschätzt. Die Untersuchung verweist hier etwa auf die Aktivitäten von Nespresso. In der Baubranche (ohne Werkzeuge) wird das Online-Potenzial für Hersteller im Jahr 2020 auf rund 290 Millionen Euro geschätzt. Diese Entwicklung wird auch durch Handwerkereinkäufe (B2B) vorangetrieben. Das Umsatz-Potenzial für Automobilzubehör beträgt laut Studie 200 Millionen Euro. Dabei könnte die gesamte Branche vor allem durch den Online-Direktvertrieb gepusht werden.

„Hersteller-Online-Shops weiterer Point of Sale“

„Es ist davon auszugehen, dass – mit Ausnahme des Weinmarktes – ein Online-Shop vor allem für die Top-Player relevant ist. Und: Je bekannter die Marke bereits ist, desto größer ist das Potenzial“, erklärt Studienautor Hansjürgen Heinick, Senior Consultant am IFH Köln. Und Andreas Bauer, Chief Product Officer von 004 fügt hinzu: „Letztlich sind Hersteller-Online-Shops nur ein weiterer Point of Sale, an dem zukünftig kein Hersteller mehr vorbei kommt, wenn er nicht auf Imageaufbau und Umsatzpotenziale verzichten möchte.“

Ein Download der Studie ist unter diesem Link möglich.

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