nach oben

15,9 Millionen Online-Nutzer in Deutschland bewerten regelmäßig Produkte im Social Web

Gepostet in Studien2 Tagen alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Jeder dritte Deutsche hat in den vergangenen sechs Monaten mindestens eine Markenempfehlung oder negative Äußerung über eine Marke im Social Web gemacht. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Markenempfehlungen in sozialen Medien“, die von der Hochschule Macromedia und der Agentur webguerillas durchgeführt wurde. Demnach gelten 15,9 Millionen Online-Nutzer unserer nördlichen Nachbarn als „Recommender“. Ein Drittel der User, genauer 4,6 Millionen, gelten als sogenannte „Influencer“.

webguerillas_800

15,9 Millionen der Deutschen zwischen 18 und 65 Jahren werden laut der Untersuchung als sogenannte „Recommender“ eingestuft, 4,6 Millionen davon gelten als „Influencer“. (Grafik: Screenshot Studie „Markenempfehlungen in sozialen Medien“/Copyright: webguerillas)

„Viele Konsumenten suchen heute bewusst den Kontakt zu bewährten Experten im Social Web, bevor sie sich für den Kauf eines bestimmten Produktes entscheiden. Beim Influencer-Marketing geht es darum, mit denjenigen in Verbindung zu stehen, die als Experten gefragt sind. 2015 müssen sich Marketeer dieser Herausforderung stellen“, so David Eicher, Geschäftsführer der webguerillas.

Drei Typen von Influencer

Die Person des Influencer kann vorwiegend in drei unterschiedliche Typen untereilt werden. Mit 27 Prozent wird der größte Teil als „Brand Lovers“ klassifiziert, so die Untersuchung. Dieser Typus ist sehr am Produkt interessiert und pflegt eine starke persönliche Bindung zur Marke. Dies äußert sich auch darin, dass sie anderen Usern gerne mit ihrer Erfahrung helfen und ihre bevorzugten Unternehmen unterstützen wollen. 24 Prozent der User sind sogenannte „Brand Critics“. Sie wollen mit ihrer Kritik an der Marke Unternehmen zu einer Reaktion bewegen. An der Schnittstelle dieser beiden Typen befinden sich die „Brand Mavens“ (23 Prozent). Sie können – aufgrund der Verknüpfung ihrer grundsätzlich positiven Einstellung zur Marke und ihrer Grundhaltung als kritische Konsumenten – besonders starken Einfluss ausüben.

78 Prozent der Influencer schreiben sowohl positive als auch negative Bewertungen, so die Studie. Nur zwei Prozent geben im Zuge der Untersuchung an, nur negative Äußerungen abzugeben. 54 Prozent der Influencer schreiben jede Woche Beiträge auf Blogs und in Foren. Weitere 64 Prozent kommentieren diese mindestens einmal pro Woche. Nahezu alle Influencer (99 Prozent) folgen ihren Lieblingsmarken auf Facebook, immerhin 89 Prozent auf Twitter und weitere 75 Prozent auf YouTube.

„Der Umgang und die Auseinandersetzung mit Marken im Social Web sind in Deutschland und den USA sehr ähnlich. Zudem führen die Befragten beider Länder die gleichen Motive an, warum sie sich im Netz zu einer Marke oder einem Produkt äußern. Lediglich bei der Nutzung der Social Media-Kanäle gibt es einen Unterschied: In den USA ist Twitter deutlich populärer“, erläutert Castulus Kolo, wissenschaftlicher Projektleiter und Dekan der Hochschule Macromedia.

Zur Studie

Für die Online-Befragung wurden 2.000 Probanden zwischen 18 und 65 Jahren in Deutschland und den USA untersucht. Die gesammelten Ergebnisse können Sie unter diesem Link einsehen.

TAGS: , , ,

Antwort hinterlassen