Onlinehändler haben bei der Energieverbrauchs-Kennzeichnung noch Nachholbedarf
Bei Elektrogeräten müssen Onlinehändler seit 2015 Energielabel und Produktdatenblatt mit weiterführenden Informationen anzeigen. Eine Studie von MarketWatch, eine von der EU geförderte Initiative unterschiedlicher Konsumenten- und Umweltschutzorganisationen und Global 2000, kommt zu dem Ergebnis, dass nur 47 Prozent der Onlinehändler in Österreich die korrekte Energieeffizienz-Kennzeichnung angeben. Jedoch stellt dieses Ergebnis auch eine Verbesserung dar: Im Jahr davor waren es lediglich 25 Prozent.
„Wir freuen uns, dass die Energieeffizienzdaten wie gesetzlich vorgeschrieben schon bei rund der Hälfte der Webshops zu finden ist. Manche Shops kennzeichnen wirklich vorbildhaft mit dem Energielabel – so kann es auch beim Online-Kaufen wirklich als Entscheidungshilfe genutzt werden. Die andere Hälfte muss jetzt endlich nachziehen“, fordert Sibylle Egger von Global 2000.
Im Fokus der Untersuchung stand, ob es Konsumenten überhaupt möglich ist, das Energielabel zur Kaufentscheidung heranziehen zu können. Das Label muss dabei sichtbar und richtig sein.
Stationäre Einzelhändler mit besserem Ergebnis
Bei den stationären Einzelhändlern wurden 77 Prozent der Haushaltsgeräte richtig gekennzeichnet, beim Check im vergangenen Jahr waren es 76 Prozent.
Zur Studie
Von Dezember 2014 bis März 2015 wurden in 1.838 Haushaltsgeräten und Leuchtmitteln (davon 11 Leuchtmittel beziehungsweise 1.827 Haushaltsgeräte) Energie-Labels beziehungsweise die Einhaltung von Ökodesign-Vorschriften untersucht. Europaweit wurden 220 Shops kontrolliert.




