Studie Brick Meets Click: Online-LEH in den USA kommt in der breiten Masse an
Die Studie „How consumers are using online grocery“ von Brick Meets Click hat sich mit dem Verkauf von Lebensmitteln im Internet beschäftigt. Unter den 12.000 befragten Konsumenten zeigt sich ein stärker werdendes Interesse am Online-LEH. Demnach haben bereits vier von zehn U.S.-Amerikanern im Online-Lebensmittelhandel bestellt.
Bildquelle: www.flickr.com/photos/piro007/17201430348 (CC BY 2.0)
Laut der Studie erlebt der Online-Lebensmittelhandel in den USA eine signifikante Penetration. Bereits 41 Prozent der Konsumenten in den USA haben online im Food-Bereich geordert. 2015 haben in den letzten 30 Tagen der Untersuchung laut dem Report von Brick Meets Click 21 Prozent der U.S.-Amerikaner Lebensmittel im Internet gekauft, 2013 lag diese Zahl noch bei elf Prozent. Von den oben genannten 21 Prozent geben die Shopper durchschnittlich 16 Prozent ihrer wöchentlichen Lebensmitteleinkäufe im Netz aus. Die Spendings aktiver User sind dabei in den vergangenen Jahren kontinuierlich angewachsen. 33 Prozent haben mehr als im Vorjahr ausgegeben, elf Prozent weniger.
Laut der Studie ist rund jeder fünfte U.S.-Amerikaner ein aktiver User beim Kauf von Lebensmitteln im Netz. So haben 23 Prozent der Konsumenten in den USA in den vergangenen 90 Tagen der Studie regelmäßig Lebensmittel im Netz bestellt. Zwölf Prozent haben dies ebenfalls getan und planen, dies möglicherweise in Zukunft wieder zu tun – sogenannte gelegentliche Shopper. Sechs Prozent der Online-Shopper im LEH haben zwar gekauft, denken aber nicht daran, dies erneut zu tun. 59 Prozent der Befragten gaben an, überhaupt noch nie Lebensmittel online geordert zu haben.
Screenshot der Studie „How consumers are using online grocery“
Die zwölf Prozent der gelegentlichen Shopper können vor allem mit Angeboten und Coupons gelockt werden, so die Studie. 23 Prozent der Konsumenten, die noch nie online geordert haben, sagen, dass der Aufwand, im Internet zu bestellen größer ist, als selbst ins Geschäft zu gehen. Retailer müssen demnach an der Convenience im Onlineshop arbeiten und die Vorzüge ihres Dienstes gegenüber (potenziellen) Kunden noch stärker vermitteln.
Warum Konsumenten online einkaufen – und warum nicht
Die Studie hat sich ebenfalls mit den Gründen für den Onlineeinkauf beschäftigt. Die meisten Befragte (37 Prozent) sagen, dass sie Produkte online kaufen, die sie im stationären Geschäft nicht bekommen. Für 34 Prozent ist der Onlinekauf einfach bequemer. 33 Prozent sagen, dass sie dadurch Zeit sparen. 28 Prozent wollen einfach nicht ins Geschäft gehen und jeder Fünfte sagt, dass die Order im Internet ihm oder ihr Geld spart.
Nachgefragt, warum Konsumenten nicht online kaufen, sagte eine überwältigende Mehrheit, dass sie ihr Obst und Gemüse selbst wählen möchten. Konsumenten möchten Produkte fühlen und riechen, bevor sie diese kaufen. Somit könnten sich laut der Studie Händler so einrichten, Obst und Gemüse im stationären Geschäft anzubieten und Produkte außerdem des Lebensmittelbereichs verstärkt online anzubieten.
Drei Typen von Online-Shoppern
In der Studie werden vor allem drei unterschiedliche Typen von Online-Shoppern ausgewiesen. Den Ergebnissen nach sehen sich 61 Prozent nach spezifischen Produkten im Internet um, die sie in stationären nicht oder nur sehr schwer finden können. Die Anzahl der bestellten Waren ist bei dieser Gruppe eher gering und liegt zu 76 Prozent bei ein bis fünf bestellten Waren. Dafür bleibt man dem Händler meistens treu: 60 Prozent sagen, dass sie wahrscheinlich beim gleichen Retailer erneut einkaufen werden.
15 Prozent der Befragten shoppen ihren Haupteinkauf im Netz ein. Grund für den Onlineeinkauf sind hier meist Faktoren wie Zeit oder Bequemlichkeit. In 55 Prozent der Fälle werden 21 oder mehr Produkte bestellt. Auch hier ist die Wiederkehrrate in den Onlineshop groß: 70 Prozent sagen, dass sie voraussichtlich beim gleichen Händler wieder bestellen werden.
Die dritte große Gruppe von Online-Lebensmittel-Shoppern (zwölf Prozent) deckt sich laut der Untersuchung über das Internet mit Waren ein, die regelmäßig gebraucht werden. Durch eine größere Lieferung müssen diese Lebensmittel nicht laufend nachgekauft werden. Käufer ordern meist nur eine geringe Anzahl von Produkten, bleiben aber auch hier dem Händler meist treu – 76 Prozent wollen erneut beim selben Händler einkaufen.


