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Das perfekte digitale Erlebnis am Point of Sale: Verkäufer sind nun Markenbotschafter

Gepostet in Marketing, Technologie2 Wochen alt • Geschrieben von Manuel StengerKeine Kommentare

Am Vormittag des 28. Juni 2016 veranstaltete die Agentur DMS die Präsentation eines Whitepapers zum Thema „Smart Shopping. Digitale Medien im Retail“. Im Anschluss sprachen Norbert Hillinger (Trendforscher) und Daniel Gasser (CEO Relevance One) über Anwendungsbeispiele aus der Praxis. www.etailment.at war bei der Präsentation dabei.

Die Studie wurde von Michael Buchacher, CEO DMS, präsentiert: „Wir lieben digitale Medien, aus diesem Grund haben wir vor zwölf Jahren DMS gestartet.“ Durch das Whitepaper wurden acht Thesen generiert. So etwa, dass, so Buchacher, „durch die Digitalisierung neue Shopping-Erlebnisse geschaffen werden“.

Michael Buchacher, CEO DMS, bei der Präsentation. (Foto: Redaktion)

Michael Buchacher, CEO DMS, bei der Präsentation. (Foto: Redaktion)

Das individuelle Shopping-Erlebnis rückt in den Vordergrund

Digitale Medien bieten heute mehr Möglichkeiten als noch vor wenigen Jahren. Service spielte immer schon eine wichtige Rolle, für ihre Entscheidung brauchen Kunden auch noch im digitalen Zeitalter ausreichende Beratung. Diese ist wichtig „und wird noch wichtiger werden“, wie Buchacher betonte.

Faktoren wie Erlebnis rücken jedoch immer mehr in den Vordergrund. Hier können digitale Tools am Point of Sale für Abwechslung sorgen. Buchacher dazu: „Omnichannel funktioniert nur mit digitalisiertem Point of Sale. Die Kanäle müssen miteinander verschmelzen.“ Buchacher setzt mit DMS auf ein inidividuelles Einkaufserlebnis und sagte: „Es gibt keine digitalen Shopping-Erlebnisse von der Stange mehr.“

Deutsche arbeiten mit dem „Ingenieursgeist“

Der Trendforscher Norbert Hillinger brachte im Anschluss einige Beispiele, wie der digitalisierte Point of Sale zu einem erfüllenden Einkaufserlebnis beitragen kann. Warum ist das Thema im deutschsprachigen Raum noch so verhalten? „Man muss sich schon im Vorhinein gemeinsam mit Personen aus verschiedenen Abteilungen zusammensetzen, um an einem Ziel zu arbeiten“, so Hillinger, um den ersten Schritt zu tun. In Deutschland gibt es nach der Meinung von Hillinger mehr den Ingenieursgeist, alles muss schon beim ersten Eindruck perfekt sein. In den USA will man etwas schaffen, auch wenn es erst beim zehnten Mal klappt.

Verkäufer agieren als Markenbotschafter

Ein gutes digitales Erlebnis am Point of Sale bieten aber auch Shops in Europa. „In der Audi City in Berlin stehen zwei Autos im Geschäft, das restliche Angebot wird digital abgebildet“, wie Hillinger weiß. „Es gibt keinen Verkäufer, sondern einen Markenbotschafter. Diese tun nichts anderes, als Besucher in die Welt von Audi einzuführen.“ Die Markenbotschafter sind mit einem iPad ausgestattet, um den Besucher zu beraten. Hillinger sagte: „Man kann sich auch zwei oder drei Stunden dort aufhalten. Trotzdem wird Ihnen keiner sagen, dass Sie jetzt ein Auto kaufen müssen.“

Ein anderes Beispiel, das Hillinger nannte: Die Marke Katjes setzt in Geschäften bereits auf 3D-Drucker für Fruchtgummi. In der Magic Candy Factory werden Fruchtgummis in den verschiedenen Geschmacksrichtungen gebaut. „Alles ist sehr bunt und somit für Kinder sehr attraktiv.“

„Weg zum persönlichen Angebot wird immer kürzer“

Mit Daten und der dadurch möglichen Automatisierung lässt sich am digitalen Point of Sale einiges machen, wie Daniel Gasser, CEO Relevance One im Anschluss erklärte: „Der Weg zum persönlichen Angebot wird immer kürzer.“ Im Marketing galt lange die Regel „One message fits all“. Heute sind wir in einer Phase angelangt, bei der relevantes Marketing kontextbezogen auf den Kunden angewandt und immer stärker personalisiert wird. „Wir brauchen Know-how, um diese Stufen aufzubauen“, wie Gasser betonte. In einer weiteren Phase soll es dann zu Predictive Marketing über alle Kanäle kommen. Das Shopping-Erlebnis muss hier laufend auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt werden.

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